Professur für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte. Schwerpunkt Nachleben der Antike

Professur für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte.

Schwerpunkt Nachleben der Antike

1995 wurde bei der Überführung des Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance an die Humboldt-Universität diese Professur eingerichtet und mit der Leitung des Census verbunden. Mit ihr wurde Arnold Nesselrath, seit 1981 Direktor des Census, betraut. Zu den Schwerpunkten seiner Forschung und Lehre gehören Antikenrezeption und italienische Kunstgeschichte von der Spätantike bis zur Gegenwart. Dabei gilt sein Interesse allen Kunstgattungen: Von der Zeichnung über Miniatur-, Staffelei- und Monumentalmalerei oder Skulptur bis hin zur Architektur ebenso wie bildwissenschaftlichen Themen wie den sogenannten ‚Nicht-von-Menschenhand-gemalten’ Bildern.

Arnold Nesselrath ist gleichzeitig Direktor der Abteilung für byzantinische, mittelalterliche und moderne Kunst an den Vatikanischen Museen in Rom und verantwortlich für die Restaurierungen bedeutender Kunstwerke wie die der Mosaiken in S. Maria Maggiore, der Stanzen Raffaels oder der Colonnaden Berninis. Die Lehrveranstaltungen finden daher im Block abwechselnd in Berlin und in Rom statt. Gerade die römischen Seminare ermöglichen den Berliner Studierenden ein intensives Arbeiten vor Ort und an Originalen. Der Einblick in Restaurierungsarbeiten bietet nicht nur eine unmittelbare Annäherung an das Objekt, sondern eröffnet darüber hinaus einen besonderen methodischen Zugang unter konservatorischen wie interpretatorischen Aspekten. Daraus erwächst für Magistranden und Doktoranden ein Spektrum von aktuellen Fragestellungen und zu bearbeitenden Themen. Im Rahmen der Professur bieten auch die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Census Lehrveranstaltungen vornehmlich zum Bereich der Antikenrezeption an.