2. Mai 2012 – Gibt es ein „geistiges Auge“? Und wenn ja: wie „sieht“ es und was „sieht“ es?

Im Rahmen der Berlin-Potsdamer Vortragsreihe Perspektiven der Bildforschung laden die Kolleg-Forschergruppen Bildakt und Verkörperung und BildEvidenz, die Forschungsgruppe Das Technische Bild sowie die Graduiertenkollegs Sichtbarkeit und Sichtbarmachung, Schriftbildlichkeit und Das Wissen der Künste zum Vortrag ein:

Gibt es ein „geistiges Auge“?
Und wenn ja: wie „sieht“ es und was „sieht“ es?

Sybille Krämer

Freie Univeristät
Graduierungskolleg „Schriftbildlichkeit“

Mittwoch, 02.05.2012, 19.00 Uhr

 

Veranstaltungsort:
Hamburger Bahnhof, Aktionsraum
Invalidenstr. 50-51,
10557 Berlin

Die ‘Eule der Minerva’ fliegt im Dunkeln. Bedeutet dies also, dass das ‘geistige Auge’ umso besser sieht, je mehr die leiblichen Augen geschlossen bleiben? Der Vortrag will die Annahme einer Opposition zwischen ‘geistigem’ und leiblichem Auge widersprechen und zeigen, dass das sogenannte geistige Auge auf einem spezifischen Modus der Zusammenarbeit von Auge und Hand basiert, also Operativität und Anschaulichkeit in einer noch aufzuklärenden Weise verbindet: So kann nicht nur Allgemeines im Besonderen gesehen werden, sondern kann Allgemeines auch gehandhabt bzw. mit ihm visuell experimentiert werden. Darin wurzelt die Bedeutung des Sichtbarmachens kognitiver Gehalte in Form von Diagrammen. Was eine diagramamtologische Rekonstruktion bedeutet, sei dann an zwei Autoren, an Kant und an Wittgenstein, erläutert.

 

Alle weiteren Informationen erhalten Sie unter: Perspektiven der Bildforschung.