Institut

Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin (IKB)


Das „Pergamon-Palais“, Sitz des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte Fotos: Andreas Baudisch

Profil

Das IKB hat seine Wurzeln in dem 1875 gegründeten kunsthistorischen Institut der Friedrich-Wilhelms-Universität, an dem namhafte Wissenschaftler der Gründergeneration der deutschen Kunstgeschichte gelehrt haben, unter anderem Herman Grimm, Heinrich Wölfflin und Adolph Goldschmidt (s. auch hier).

Mit seinen Lehrgebieten und Forschungseinrichtungen sowie der Vielfalt seiner methodischen Ansätze steht das IKB für eine fruchtbare Verbindung von Kunst- und Bildgeschichte. Die Arbeitsschwerpunkte umfassen die Geschichte der Formen und Funktionen künstlerischer Gestaltung vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart in einer methodologisch-kritischen, interdisziplinären Perspektivierung. Die Gegenstandsbereiche reichen von den klassischen kunsthistorischen Gattungen über moderne und zeitgenössische Bildtechnologien bis hin zu gattungssprengenden künstlerischen Verfahren.

Das IKB repräsentiert das Fach in seiner historischen Tiefe (von der Spätantike bis zur Gegenwart) und medialen Breite (Kunst, Architektur, Design, neue Medien). Die spezifische Verschränkung von Kunst- und Bildgeschichte wird von allen am Institut versammelten Schwerpunkten in Forschung und Lehre getragen: Genannt seien die Architektur- und Städtebaugeschichte, das Ausstellen von Kunst, die Beziehungen von Kunst, Wissenschaft und Technik, die politische Ikonographie, die Geschichte und Theorie der Form, die Geschlechterforschung sowie die Kunstgeschichte Mittel- und Osteuropas. Hinzu kommen jährlich zwei international renommierte Forscherpersönlichkeiten als Rudolf-Arnheim-Gastprofessorinnen und -professoren.

Dass das Studium der Kunstgeschichte vor allem als Schule des Sehens zu verstehen ist, findet seinen Niederschlag in zahlreichen Exkursionen und künstlerisch-praktischen Lehrformaten. Im so genannten Menzel-Dach verbinden sich Atelier und Werkstatt zu einem praktischen Anschauungsort für historische Kunsttechniken wie Druckgrafik oder Zeichnung.

Neben zahlreichen Einzelprojekten gibt es am IKB folgende strukturbildende Projekte:

  • Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance (Getty/BBAW, Prof. Dr. Arnold Nesselrath)
  • Das Technische Bild (Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, Dr. Matthias Bruhn)
  • Excellenzcluster Bild-Wissen-Gestaltung (DFG, Prof. Dr. Horst Bredekamp, Prof. Dr. Claudia Blümle, Prof. Dr. Charlotte Klonk, Dr. Matthias Bruhn)
  • Sonderforschungsbereich 644 „Transformationen der Antike“ (DFG, Prof. Dr. Horst Bredekamp/Dr. Stefan Trinks, PD Dr. Annette Dorgerloh, PD Dr. Peter Seiler).

Darüber hinaus kooperiert das IKB mit den Staatlichen Museen zu Berlin, der Berlinischen Galerie, dem Landesdenkmalamt und dem Bröhan Museum, die regelmäßig Lehrveranstaltungen am Institut anbieten. Im Bereich des Graduiertenaustauschs besteht ein Kooperationsvertrag mit dem Bard College in New York. In der Forschung unterhält das IKB Projekt-Kooperationen mit der BBAW, dem Wissenschaftskolleg zu Berlin, dem Filmmuseum Potsdam, der Universität Hamburg, dem Warburg Institute in London, dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris und der Universität Zürich. Durch eine Honorarprofessur besteht darüber hinaus ein enger Austausch mit dem Kunsthistorischen Institut Florenz – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte.