Kalender

Kalender des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte (IKB)

 

Lehrveranstaltungen (Raumbelegung)

Donnerstag, 1. Oktober

11:00 15:00 

Dorgerloh

11:00 15:00 

Dorgerloh

Dienstag, 3. November


Ansprechpartnerin: Gülden Deger
10:00 12:00 

HS 208 ?Verleih an Bibliothekswiss.?

Dienstag, 10. November


Ansprechpartnerin: Gülden Deger
10:00 12:00 

HS 208 ?Verleih an Bibliothekswiss.?

Mittwoch, 11. November

18:00 20:00 

HS 207 Ringvorlesung

Dienstag, 17. November


Ansprechpartnerin: Gülden Deger
10:00 12:00 

HS 208 ?Verleih an Bibliothekswiss.?

Dienstag, 24. November


Ansprechpartnerin: Gülden Deger
10:00 12:00 

HS 208 ?Verleih an Bibliothekswiss.?

Dienstag, 1. Dezember


Ansprechpartnerin: Gülden Deger
10:00 12:00 

HS 208 ?Verleih an Bibliothekswiss.?

Dienstag, 8. Dezember


Ansprechpartnerin: Gülden Deger
10:00 12:00 

HS 208 ?Verleih an Bibliothekswiss.?

Dienstag, 15. Dezember


Ansprechpartnerin: Gülden Deger
10:00 12:00 

HS 208 ?Verleih an Bibliothekswiss.?

 

Termine und Veranstaltungen (Vorträge, Tagungen, Ausstellungen)

Sonntag, 4. Oktober

Ausstellungseröffnung: Das Piranesi-Prinzip


Gemeinsam mit der Kunstbibliothek bereiten Studierende des IKB eine Ausstellung zum 300. Geburtstag von Giovanni Battista Piranesi (1720-1778) vor. Die Ausstellung wird der markanten Künstlerpersönlichkeit Piranesi in fünf Kapiteln nachspüren, in denen dieser in vielfältigen Rollen in Erscheinung tritt – als Archäologe, als Szenograph, als Wissenschaftler, als Designer - und als Polemiker. Gezeigt werden etwa 130 Werke, anhand derer die Ausstellung Piranesis künstlerische Prinzipien und Strategien aufschlüsseln möchte. Im Zentrum stehen die in der Kunstbibliothek aufbewahrten Handzeichnungen des Künstlers, bei denen es sich großenteils um Entwürfe für Kamine handelt. Gerade an dieser scheinbar nachrangigen Aufgabe hat Piranesi seine eklektisch-kreative Kunstphilosophie entwickelt, die sich gegen den im 18. Jahrhundert aufkommenden, auf die griechische Antike berufenden Stilpurismus wandte.

Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin
11:00 13:00 

Ausstellungseröffnung: Das Piranesi-Prinzip

Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstbibliothek, Matthäikirchplatz 8, 10785 Berlin

Mittwoch, 4. November

Ringvorlesung im Wintersemester 2020/21 ‚Kunst- und Bildpolitik‘


Das Institut für Kunst- und Bildgeschichte veranstaltet im Wintersemester 2020/21 eine Ringvorlesung zum Thema ‚Kunst- und Bildpolitik‘. Die Vorlesung beschäftigt sich mit der politischen Indienstnahme von Kunstwerken und Bildern sowie ihrem Potential, gesellschaftliche und politische Wirklichkeiten herzustellen. Es geht zum einen um Fragen der Propaganda und herrscherlichen Repräsentation wie dem „Portrait des Königs” bzw. der Monarchin. Zum anderen soll die heutige mediale Eigendynamik der Bilder kritisch reflektiert und historisch vertieft werden. Im Zentrum steht das Wechselspiel zwischen der Souveränität im Umgang mit Bildern einerseits und dem Verlust von beziehungsweise dem Verzicht auf Kontrolle andererseits. Zudem thematisiert die Ringvorlesung künstlerische und kuratorische Interventionen, die die visuelle Logik gesellschaftlicher und politischer Prozesse kritisch hinterfragen. Wie werden Bilder Teil einer Politik des (erst) Sichtbarmachens, die die Logik souveräner Repräsentationen untergräbt?

In welchem Format die Ringvorlesung stattfinden wird – ob digital oder als Präsenzveranstaltung –, kann zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht entschieden werden.

Ringvorlesung im Wintersemester 2020/21, "Kunst- und Bildpolitik"

IKB - Institut für Kunst- und Bildgeschichte, Georgenstraße 47, 10117 Berlin

Freitag, 20. November

Ästhetik der Sichtbarkeit
Berlin/online, 20-21 Nov 20


Berliner Graduierten-Symposium für moderne und zeitgenössische Kunstgeschichte


(Freie Universität Berlin / Humboldt-Universität zu Berlin)


CFP: CFP_FU_HU_Graduate_Symposium_2020

Konzeption und Organisation: Prof. Dr. Eric C. H. de Bruyn, Prof. Dr. Eva Ehninger, Dr. des. Johanna Függer-Vagts und Dr. André Rottmann mit Louisa Denker, Johanna Engemann, Frederik Luszeit und Henriette Marsden.

In Kooperation zwischen dem Arbeitsbereich Neueste Kunstgeschichte / Modern and Contemporary Art des Kunsthistorischen Instituts der FU Berlin und dem Fachbereich Kunstgeschichte der Moderne des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der HU Berlin findet im Wintersemester 2020/21 zum zweiten Mal – dieses Mal in digitaler Form – das gemeinsame Berliner Graduierten-Symposium für moderne und zeitgenössische Kunst- und Bildgeschichte statt.

Ziel der jährlichen Nachwuchstagung ist es, fortgeschrittenen Master-Kandidat*innen und Promovierenden zu Beginn der Dissertation die Möglichkeit eines intensiven Austauschs über geplante und laufende Projekte im Forschungsfeld der Geschichte und Theorie künstlerischer Praktiken und visueller Phänomene von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart zu bieten. Die fachliche Diskussion wird dabei jeweils durch ein übergeordnetes Thema der Veranstaltung gerahmt.

Unter dem Titel „Ästhetik der Sichtbarkeit“ sollen im Rahmen des Nachwuchsforums 2020 künstlerische Strategien und Mechanismen der Sichtbarmachung genauso zur Diskussion stehen wie die ihnen inhärenten Ränder und Begrenzungen. Bildmedien machen Phänomene keineswegs nur wahrnehmbar, sondern generieren selbst Formen der Unsichtbarkeit. Denn im Dienste der Vermittlung visueller Gehalte nehmen Formen der bildlichen Repräsentation in Kauf, selbst unsichtbar zu bleiben. Weil aber dieses partielle Verschwinden häufig wiederum bildnerisch reflektiert wird, können anhand von Bildern und Kunstwerken je historisch-spezifische Episteme der Sinneswahrnehmung untersucht werden.

Sichtbarkeit ist in diesem Zusammenhang nicht mit dem Begriff der Optikalität („opticality“) gleichzusetzen, der vorrangig die visuelle Wahrnehmbarkeit beschreibt. In der Kunstgeschichtsschreibung ist deren Primat während des ganzen 20. Jahrhunderts wiederholt unter Hinweis auf haptische, akustische oder olfaktorische Qualitäten ebenso wie technische, politische oder soziale Voraussetzungen als unzureichende Verengung in die Kritik geraten. Daran anknüpfende, methodische Vorschläge — wie solche, Visibilität als Wahrnehmbarkeit im weiteren Sinnezu fassen und Modelle der Intermodalität und Imagination des Unsichtbaren einzubeziehen —, führen zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit Bild- und Blickregimen. Zugleich gerät die oftmals unausgesprochene Prämisse einer optimalen Sichtbarkeit von Bildern, die den Modernismus als Zeitalter der Transparenz charakterisiert, nicht nur als historisches Ideal, sondern auch als Analysekategorie der Wissenschaft zunehmend unter Druck. In Untersuchungen konkreter Architekturen der Sichtbarkeit lassen sich beispielsweise die Funktionsweise des emblematisch gewordenen Panopticons oder die Materialästhetik der Glasarchitektur, die die Metaphorik der Transparenz nahezu direkt übersetzen, in den Blick nehmen. Worin zeigt sich eine moderne Ikonologie der Transparenz, die die Metaphern vom Licht der Aufklärung oder deren invertierter Geschichte des Schattens beerbt oder transformiert? Die dystopische Kehrseite der aufklärerischen Erleuchtungsrhetorik lässt sich — mit Michel Foucaults berühmtem Diktum „Sichtbarkeit ist eine Fall“ — zugleich als Mechanismus der Durchleuchtung und Überwachung, der Ordnung und Instrumentalisierung beschreiben.

Ein utopisches Potential der Sichtbarkeit wird exemplarisch verhandelbar, wenn Praktiken des Sichtbarmachens zum Instrument von Emanzipationsbewegungen werden. In intersektionalen Diskursen wie postkolonialer Theorie und Black Studies, Gender Studies, Queer Theory, Disability Studies u.a. werden Ansprüche auf Repräsentation und Dokumentation dezentralisiert. Beide Pole im Sprechen über Sichtbarkeiten — die maximale Sichtbarkeit als Dystopie der Kontrolle und das utopische Bestreben nach selbstermächtigter Sichtbarkeit im Politischen— sind von der kunsthistorischen und bildwissenschaftlichen Forschung aufgenommen worden. Im letzten Jahrzehnt thematisierten die „invisibility studies“ explizit Phänomene des Entzugs. Wie sind etwa Strategien zu beschreiben, die zwischen der Sichtbarkeit und dem Klandestinen wirksam werden? Wie bilden etwa der Einsatz von Unschärfe, die Rolle einer peripheren Wahrnehmung oder Inszenierungen des Verschwindens und Verstummens künstlerische Möglichkeiten, um das Unsichtbare, Geheimnisvolle, Opake oder Subversive zu aktivieren? Ausgehend davon lässt sich fragen, welche Akteur*innen und Institutionen in Prozessen der Sichtbarmachung entscheidend sind; wie und von wem Sichtbarkeit reklamiert oder erlangt werden kann und welche Rolle mediale, wissenschaftliche, politische oder soziale Kontexte spielen.

Historische und gegenwartsbezogene Fragen nach den Funktionen von Sicht- und Unsichtbarkeit treiben die Disziplinen der Kunst-, Bild- und Medienwissenschaft spätestens seit der Rezeption von Gilles Deleuze’ Konzeptionen des „Sagbaren und Sichtbaren“ an und werden in einer Selbstkritik des Fachs auf die Tätigkeit der Wissenschaft ausgeweitet. Im Sinne der Kanonkritik gilt es auch zu thematisieren, welche Phänomenbereiche von akademischen Diskursen bislang ausgeschlossen und somit unsichtbar gemacht wurden.

 

English Version 

Aesthetics of Visibility
Berlin/online, 20-21 Nov 2020


Berlin Graduate Symposium for Modern and Contemporary Art History


(Freie Universität Berlin / Humboldt-Universität zu Berlin)


organized by Prof. Dr. Eric C. H. de Bruyn, Prof. Dr. Eva Ehninger, Dr. des. Johanna Függer-Vagts,  Dr. André Rottmann with Louisa Denker, Johanna Engemann, Frederik Luszeit and Henriette Marsden.

CFP: CFP_FU_HU_Graduate_Symposium_2020

In cooperation between the department of Modern and Contemporary Art at the FU’s Institute of Art History and the department of Modern Art History at the HU’s Institute for Art and Visual History the second joint Berlin Graduate Symposium for Modern and Contemporary Art History will take place in the winter semester 2020/21 – this time in a digital format.

The aim of the annual conference is to support advanced graduate students and PhD candidates in the early stages of their research by offering them an opportunity of exchange regarding planned and current research projects in the history and theory of artistic practices and visual phenomena from the mid-nineteenth century to the present. The event’s overriding topic will allow for contextualising the discussions.

Under the title “Aesthetics of Visibility”, artistic strategies and mechanisms of visualisation, as well as margins and borders inherent to visual representation will stand at the centre of this year’s  graduate symposium. Optical media by no means serve only to render phenomena perceptible; they actually generate forms of invisibility just as well. By virtue of mediating visual contents, pictorial representations accept its own invisibility. However, because this partial disappearance is frequently reflected by and within images, specific historical epistemes of perception can be studied with recourse to works of art and pictures in general.

In this respect visibility is not to be equated with the term “opticality” which primarily describes visual perception. Throughout 20th-century art historiography, the primacy of this term has continuously been critiqued with reference to tactile, acoustic or olfactory

Ästhetik der Sichtbarkeit - Graduierten-Symposium für moderne und zeitgenössische Kunstgeschichte

Freitag, 4. Dezember

Absolvent*innenfeier des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte
und die Verleihung des Rudolf Arnheim-Preises für den wissenschaftlichen Nachwuchs


Nähere Informationen folgen.

Organisation:
Verein zur Förderung des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte e.V.
18:30 21:30 

Absolvent*innenfeier des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte und die Verleihung des Rudolf Arnheim-Preises für den wissenschaftlichen Nachwuchs

IKB - Institut für Kunst- und Bildgeschichte, Georgenstraße 47, 10117 Berlin