Kalender

Kalender des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte (IKB)

 

Lehrveranstaltungen (Raumbelegung)

Dienstag, 14. Juli

09:00 12:00 

3.16 SE Seppi MA III (zweiwöch.)

10:00 12:00 

0.12 PS Gerke/Solte

10:00 12:00 

3.30 SE Joschke BA V

12:00 14:00 

HS 207 VL Blümle Ehninger BA II

12:00 14:00 

3.30 SE Joschke MA II

12:00 14:00 

0.12 SE Hilsemer BA VI

12:00 14:00 

3.42 SE Schelbert BA IV

14:00 16:00 

0.12 PS Függer-Vagts

14:00 16:00 

HS 207 VL Klonk BA V, MA II

16:00 18:00 

HS 3075 Verleih an Anglistik/Amerikanistik

16:00 18:00 

3.30 SE Müller BA III

16:00 19:00 

3.16 SE Lammert MA II (zweiwöch.)

16:00 18:00 

3.42 SE Vertretung Osteuropa BA V

16:00 18:00 

0.12 SE Kappel BA VI

18:00 20:00 

3.30 CO Müller

Mittwoch, 15. Juli

10:00 12:00 

3.42 Tut E

10:00 12:00 

3.30 Tut G

12:00 14:00 

3.30 Tut H

12:00 14:00 

3.42 Tut F

14:00 16:00 

0.12 PS Klonk

14:00 16:00 

HS 3075 VL Ehninger BA VI, MA III

16:00 18:00 

0.12 SE Kappel BA IV/V/MAI

16:00 18:00 

3.16 SE Brakmann BA VI

16:00 18:00 

3.30 SE Müller MA I

16:00 18:00 

3.42 SE Vertret. Frühe Neuzeit BA IV

18:00 21:00 

3.16 CO Klonk

Donnerstag, 16. Juli

09:00 12:00 

3.42 SE Vertretung Osteuropa MA II

09:00 12:00 

3.30 SE Függer-Vagts BA V (zweiwöch.)

10:00 12:00 

0.12 SE Vertretung Neuzeit BA IV

10:00 12:00 

3.16 Tut I

 

Termine und Veranstaltungen (Vorträge, Tagungen, Ausstellungen)

Montag, 20. Juli

CFP: Ästhetik der Sichtbarkeit
Berlin/online, 20-21 Nov 20


Eingabeschluss: 20. Juli 2020

 

Berliner Graduierten-Symposium für moderne und zeitgenössische Kunstgeschichte

(Freie Universität Berlin / Humboldt-Universität zu Berlin)

Konzeption und Organisation: Prof. Dr. Eric C. H. de Bruyn, Prof. Dr. Eva Ehninger, Dr. des. Johanna Függer-Vagts, Dr. André Rottmann mit Louisa Denker, Johanna Engemann, Frederik Luszeit, Henriette Marsden und Hanna Steinert.

In Kooperation zwischen dem Arbeitsbereich Neueste Kunstgeschichte / Modern and Contemporary Art des Kunsthistorischen Instituts der FU Berlin und dem Fachbereich Kunstgeschichte der Moderne des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der HU Berlin findet im Wintersemester 2020/21 zum zweiten Mal – dieses Mal in digitaler Form – das gemeinsame Berliner Graduierten-Symposium für moderne und zeitgenössische Kunst- und Bildgeschichte statt.

Ziel der jährlichen Nachwuchstagung ist es, fortgeschrittenen Master-Kandidat*innen und Promovierenden zu Beginn der Dissertation die Möglichkeit eines intensiven Austauschs über geplante und laufende Projekte im Forschungsfeld der Geschichte und Theorie künstlerischer Praktiken und visueller Phänomene von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart zu bieten. Die fachliche Diskussion wird dabei jeweils durch ein übergeordnetes Thema der Veranstaltung gerahmt.

Unter dem Titel „Ästhetik der Sichtbarkeit“ sollen im Rahmen des Nachwuchsforums 2020 künstlerische Strategien und Mechanismen der Sichtbarmachung genauso zur Diskussion stehen wie die ihnen inhärenten Ränder und Begrenzungen. Bildmedien machen Phänomene keineswegs nur wahrnehmbar, sondern generieren selbst Formen der Unsichtbarkeit. Denn im Dienste der Vermittlung visueller Gehalte nehmen Formen der bildlichen Repräsentation in Kauf, selbst unsichtbar zu bleiben. Weil aber dieses partielle Verschwinden häufig wiederum bildnerisch reflektiert wird, können anhand von Bildern und Kunstwerken je historisch-spezifische Episteme der Sinneswahrnehmung untersucht werden.

Sichtbarkeit ist in diesem Zusammenhang nicht mit dem Begriff der Optikalität („opticality“) gleichzusetzen, der vorrangig die visuelle Wahrnehmbarkeit beschreibt. In der Kunstgeschichtsschreibung ist deren Primat während des ganzen 20. Jahrhunderts wiederholt unter Hinweis auf haptische, akustische oder olfaktorische Qualitäten ebenso wie technische, politische oder soziale Voraussetzungen als unzureichende Verengung in die Kritik geraten. Daran anknüpfende, methodische Vorschläge — wie solche, Visibilität als Wahrnehmbarkeit im weiteren Sinne zu fassen und Modelle der Inermodalität und Imagination des Unsichtbaren einzubeziehen —, führen zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit Bild- und Blickregimen. Zugleich gerät die oftmals unausgesprochene Prämisse einer optimalen Sichtbarkeit von Bildern, die den Modernismus als Zeitalter der Transparenz charakterisiert, nicht nur als historisches Ideal, sondern auch als Analysekategorie der Wissenschaft zunehmend unter Druck. In Untersuchungen konkreter Architekturen der Sichtbarkeit lassen sich beispielsweise die Funktionsweise des emblematisch gewordenen Panopticons oder die Materialästhetik der Glasarchitektur, die die Metaphorik der Transparenz nahezu direkt übersetzen, in den Blick nehmen. Worin zeigt sich eine moderne Ikonologie der Transparenz, die die Metaphern vom Licht der Aufklärung oder deren invertierter Geschichte des Schattens beerbt oder transformiert? Die dystopische Kehrseite der aufklärerischen Erleuchtungsrhetorik lässt sich — mit Michel Foucaults berühmtem Diktum „Sichtbarkeit ist eine Falle“ — zugleich als Mechanismus der Durchleuchtung und Überwachung, der Ordnung und Instrumentalisierung beschreiben.

Ein utopisches Potential der Sichtbarkeit wird exemplarisch verhandelbar, wenn Praktiken des Sichtbarmachens zum Instrument von Emanzipationsbewegungen werden. In intersektionalen Diskursen wie postkolonialer Theorie und Black Studies, Gender Studies, Queer Theory, Disability Studies u.a. werden Ansprüche auf Repräsentation und Dokumentation dezentralisiert. Beide Pole im Sprechen über Sichtbarkeiten — die maximale Sichtbarkeit als Dystopie der Kontrolle und das utopische Bestreben nach selbstermächtigter Sichtbarkeit im Politischen— sind von der kunsthistorischen und bildwissenschaftlichen Forschung aufgenommen worden. Im letzten Jahrzehnt thematisierten die „invisibility studies“ explizit Phänomene des Entzugs. Wie sind etwa Strategien zu beschreiben, die zwischen der Sichtbarkeit und dem Klandestinen wirksam werden? Wie bilden etwa der Einsatz von Unschärfe, die Rolle einer peripheren Wahrnehmung oder Inszenierungen des Verschwindens und Verstummens künstlerische Möglichkeiten, um das Unsichtbare, Geheimnisvolle, Opake oder Subversive zu aktivieren? Ausgehend davon lässt sich fragen, welche Akteur*innen und Institutionen in Prozessen der Sichtbarmachung entscheidend sind; wie und von wem Sichtbarkeit reklamiert oder erlangt werden kann und welche Rolle mediale, wissenschaftliche, politische oder soziale Kontexte spielen.

Historische und gegenwartsbezogene Fragen nach den Funktionen von Sicht- und Unsichtbarkeit treiben die Disziplinen der Kunst-, Bild- und Medienwissenschaft spätestens seit der Rezeption von Gilles Deleuze’ Konzeptionen des „Sagbaren und Sichtbaren“ an und werden in einer Selbstkritik des Fachs auf die Tätigkeit der Wissenschaft ausgeweitet. Im Sinne der Kanonkritik gilt es auch zu thematisieren, welche Phänomenbereiche von akademischen Diskursen bislang ausgeschlossen und somit unsichtbar gemacht wurden.

Die Einsendungen können unter anderem die folgenden Aspekte betreffen, ohne auf diese limitiert sein zu müssen:

  • Wahrnehmungstheorien und Limitationen des Visuellen; Rezeptionsästhetik und Fragen der Lesbarkeit (technische oder soziale Codes)

  • Moderne und zeitgenössische Architekturen der Sichtbarkeit

  • Transgression von privaten / öffentlichen Räumen

  • Fallstudien zur Metaphorik der Transparenz und Opazität

  • Dokumentation und Selbstdarstellung: Social Media und nszenierungen des Selbst

  • Interdisziplinäre Studien zur bildlichen Repräsentation und Mechanismen der Normierung und Marginalisierung (Kunst und Biopolitik, Sichtbarmachung der Diaspora, geschlechterkritische Darstellung)

  • Ästhetik des Entzugs bzw. der Überwachung und sozialen Kontrolle

  • Bildzensur und Ikonoklasmen in Moderne und Gegenwartskunst

  • Naturwissenschaftliche Verfahren der Sichtbarmachung und Evidenz

  • Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in der Algorithmik und in digitalen Techniken der Datenverarbeitung, -kontrolle, und -verfolgung

  • Kanonbildung und Kanonkritik in der Wissenschaft, in kuratorischen Projekten und Kulturförderung


 

Vor dem Hintergrund dieser historischen Entwicklungen und methodologischen Herausforderungen sind interessierte Nachwuchswissenschaftler*innen eingeladen, sich mit einem Abstract (max. 350 Wörter) und kurzen CV für die Diskussion eines vorab zirkulierten Textes und einen Impulsvortrag (von 15 Minuten) bis zum 20. Juli 2020 per E-Mail (Betreff: Graduierten-Symposium, an: Sekretariat Kunstgeschichte der Moderne, julia.ahmad@culture.hu-berlin.de) zu bewerben.

Die Teilnehmer*innen werden bis zum 21. August 2020 informiert. Die Veranstaltung wird als digitaler Workshop online zugänglich gemacht.

 

English Version

CFP: Aesthetics of Visibility
Berlin/online, 20-21 Nov 20


Deadline: July 20, 2020

 

Berlin Graduate Symposium for Modern and Contemporary Art History

(Freie Universität Berlin / Humboldt-Universität zu Berlin)

organized by Prof. Dr. Eric C. H. de Bruyn, Prof. Dr. Eva Ehninger, Dr. des. Johanna Függer-Vagts, Dr. André Rottmann with Louisa Denker, Johanna Engemann, Frederik Luszeit, Henriette Marsden and Hanna Steinert.

In cooperation between the department of Modern and Contemporary Art at the FU’s I
00:00 

CFP: Ästhetik der Sichtbarkeit online, 20-21 Nov 20

Sonntag, 4. Oktober

Ausstellungseröffnung: Das Piranesi-Prinzip


Gemeinsam mit der Kunstbibliothek bereiten Studierende des IKB eine Ausstellung zum 300. Geburtstag von Giovanni Battista Piranesi (1720-1778) vor. Die Ausstellung wird der markanten Künstlerpersönlichkeit Piranesi in fünf Kapiteln nachspüren, in denen dieser in vielfältigen Rollen in Erscheinung tritt – als Archäologe, als Szenograph, als Wissenschaftler, als Designer - und als Polemiker. Gezeigt werden etwa 130 Werke, anhand derer die Ausstellung Piranesis künstlerische Prinzipien und Strategien aufschlüsseln möchte. Im Zentrum stehen die in der Kunstbibliothek aufbewahrten Handzeichnungen des Künstlers, bei denen es sich großenteils um Entwürfe für Kamine handelt. Gerade an dieser scheinbar nachrangigen Aufgabe hat Piranesi seine eklektisch-kreative Kunstphilosophie entwickelt, die sich gegen den im 18. Jahrhundert aufkommenden, auf die griechische Antike berufenden Stilpurismus wandte.

Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin
11:00 13:00 

Ausstellungseröffnung: Das Piranesi-Prinzip

Kulturforum Potsdamer Platz, Kunstbibliothek, Matthäikirchplatz 8, 10785 Berlin