Angela Matyssek

Prof. Dr. Angela Matyssek

Vertretungsprofessorin für Kunstgeschichte der Moderne im Wintersemester 2016/2017

Raum: 3.05
Tel: 030.2093-66205
Fax: 030.2093-66204
angela.matyssek@hu-berlin.de

Sprechzeiten Wintersemester 2016/2017:
Mittwoch, 17.00 -18.30 Uhr

In den Semesterferien:

Mittwoch, 22.02.2017 – 11.00-14.00 Uhr (Raum 3.42)

Freitag, 17.03.3017 – 9.00- 14.00 Uhr (Raum 3.16)

Anmeldung per E-Mail an: julia.ahmad@culture.hu-berlin.de

Forschungsschwerpunkte

  • Moderne und zeitgenössische Kunst
  • Fotografie und Medienkunst
  • Rezeptionsgeschichte, Theorien und Praktiken des Überlieferns und Erhaltens (wie Reproduktion, Dokumentation, Archivierung, Präparierung, Konservierung und Restaurierung)
  • Ausstellungen und Präsentationsformen, Museumsgeschichte und Prozesse der Musealisierung
  • künstlerische Materialien, Arbeitstechniken und Produktionsformen
  • Geschichte und Methoden der Kunstgeschichte
  • Bild, Objekt und Wissen, Strategien und Techniken der Visualisierung in den Natur- und Geisteswissenschaften
  • Kunst und Wirtschaft, Theorien und Prozesse der Wertbildung

Vita

Angela Matyssek studierte Kunstgeschichte, Neuere und Neueste Geschichte und Italienische Sprach- und Literaturwissenschaft in Göttingen, Rom und Berlin und schrieb ihre Magisterarbeit 1998 über Rudolf Virchows Pathologisches Museum und die Möglichkeiten einer Stilgeschichte der medizinischen Präparierung. Daran schloss sich ein Aufbaustudium des Kultur- und Medienmanagements am gleichnamigen Institut der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin an (Diplom 2001 über die „Produktivkraft“ Kunst? Corporate Collections und Kunstförderprogramme als Instrumente der Unternehmenskommunikation von Banken) und die Mitarbeit am Einstein Forum in Potsdam sowie bei Projekten u. a. für die Literaturwerkstatt Berlin. Als Fellow und wissenschaftliche Assistentin forschte sie am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, am IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien, an der ETH Zürich und der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Ihre Doktorarbeit widmete sich der Kunstgeschichte als fotografischer Praxis (HU Berlin 2006) und wurde mit dem Erich-Stenger-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie ausgezeichnet. Nach der Promotion arbeitete sie als wissenschaftliche Volontärin am Kunstmuseum Stuttgart (2006–2008) sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Institut der Philipps-Universität Marburg (2008–2016), unterbrochen durch ein Marie-Curie-Fellowship der Gerda Henkel Stiftung an der Universität Maastricht (2012–2014). 2016 habilitierte sie sich an der Philipps-Universität Marburg mit einer Schrift über die Theorien und Praktiken des Originalen und Authentischen bei der Konservierung und Restaurierung moderner und zeitgenössischer Kunst. Im Wintersemester 2015/2016 vertrat sie die Professur für Kunstgeschichte der Moderne an der Universität Stuttgart.

Publikationen

a)  Bücher, Herausgaben und Ausstellungskataloge

  • Theorien und Praktiken des Originalen und Authentischen: Barnett Newmans Gemälde, Duane Hansons Plastiken, Dieter Roths „Untergangsbilder“, Joseph Beuys’ Installationen und die Tradierungsformen der Kunst [MS 314 S., Publikation in Vorbereitung]
  • Wann stirbt ein Kunstwerk? Konservierungen des Originalen in der Gegenwartskunst, hg. von A. M., München 2010 [184 S.].
  • Kunstgeschichte als fotografische Praxis. Richard Hamann und Foto Marburg, Berlin 2009 (Humboldt-Schriften zur Bild- und Kunstgeschichte, Bd. 7) [318 S.].
  • mit Marion Ackermann, Laboratorium Lack. Baumeister, Schlemmer, Krause 1937–1944, hg. vom Kunstmuseum Stuttgart anlässlich der Ausstellung 28. April–22. Juli 2007, Tübingen u. Berlin 2007 [128 S.].
  • mit Alexander Schellow, Alexander Schellow, hg. vom Kunstmuseum Stuttgart anlässlich der Ausstellung 17. Februar–1. April 2007, Frischzelle, Bd. 6, Stuttgart 2007 [32 S.].
  • Rudolf Virchow – Das Pathologische Museum. Geschichte einer wissenschaftlichen Sammlung um 1900, Darmstadt 2002 (Schriften aus dem Berliner Medizinhistorischen Museum, Bd. 1) [185 S.].

b)  Aufsätze (Auswahl)

  • Entgrenzung/Begrenzung. Dieter Roths „Originale“ als Museums- und Sammlungsobjekte, in: Authentizität in der Bildenden Kunst der Moderne, hg. von Oskar Bätschmann, Roger Fayet und Tristan Weddigen, Zürich (im Druck).
  • Es ist wirklich so gewesen. Lukas Roths (un)glaubwürdige Bilder, in: Architektur-Fotografie. Fotografie als Darstellungs-, Entwurfs- und Gestaltungsmedium der Architektur im 20./21. Jahrhundert, hg. von Hubert Locher und Rolf Sachsse, Berlin und München 2016, S. 339–343.
  • Wie viele Werke? Duane Hansons „Woman with Purse“, erscheint in: Poiesis. Über das Tun in der Kunst, hg. von Andreas Beyer und Dario Gamboni, Berlin u. München 2014, S. 293–310.
  • Subverting and Conserving the Authentic and the Original in Contemporary Art, in: The Challenge of the Object/Die Herausforderung des Objekts, Kongressakten, Bd. 1–3, hg. von G. Ulrich Großmann und Petra Krutisch, Nürnberg 2013, S. 1262–1264.
  • Fotograf nach dem „Tod des Porträts“. Thomas Ruffs Selbstporträts als funktionale Bilder, in: Reproduktion. Techniken und Ideen von der Antike bis heute. Eine Einführung, hg. von Jörg Probst, Berlin 2011, S. 193–209.
  • Memory and the Archive: Photography, Conservation and Restoration, in: Photographic Archives and the Photographic Memory of Art History, hg. von Costanza Caraffa, Berlin u. München 2011, S. 313–323.
  • mit Stella Eichner, „Modulation und Patina“. Franz Krause arbeitet mit Druckluft, in: Bildwelten des Wissens, Bd. 7.1 Kontaktbilder, 2010, S. 56–59.
  • Logiken und Autoritäten. Einleitung, in: Wann stirbt ein Kunstwerk? Konservierungen des Originalen in der Gegenwartskunst, hg. von A. M., München 2010, S. 7–22.
  • Wie klassifiziert man einen Totalschaden? Ein Interview mit Stefan Horsthemke, Managing Director der AXA Art Kunstversicherung, in: Wann stirbt ein Kunstwerk? Konservierungen des Originalen in der Gegenwartskunst, hg. von A. M., München 2010, S. 77–85.
  • Überleben und Restaurierung. Barnett Newmans „Who’s afraid of Red, Yellow and Blue III“ und „Cathedra“, erscheint in: Nachleben und Rekonstruktion. Vergangenheit im Bild, hg. von Peter Geimer und Michael Hagner, Paderborn 2012, S. 49–69.
    • auch erschienen als Preprint 398, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin 2010.
  • Beim Arbeiten. Für eine Geschichte von Theorien und Ästhetiken der Praxis, in: Kunstgeschichte. Open Peer Reviewed Journal, März 2009, unpag. (Forum Wissenschaftsgeschichte der Kunstgeschichte, 30. Deutsche Kunsthistorikertag, Marburg 2009).
  • Kein Singular. Fotografie und Übersicht, in: Ausst.kat. Wege zur Moderne – Richard Hamann als Sammler, hg. von Agnes Tieze, München 2009, S. 190–215.
  • Der Künstler als Material(geschichts)forscher. Willi Baumeisters Arbeit für das Wuppertaler Maltechnikum, in: Laboratorium Lack. Baumeister, Schlemmer, Krause 1937–1944, Ausst. u. Kat. Marion Ackermann und A. M., hg. vom Kunstmuseum Stuttgart anlässlich der Ausstellung 28. April–22. Juli 2007, Tübingen u. Berlin 2007, S. 37–46.
  • Drei Sekunden oder weniger [über die Zeichnungen und Filme Alexander Schellows], in: Alexander Schellow, Ausst. u. Kat. Alexander Schellow und A. M., hg. vom Kunstmuseum Stuttgart anlässlich der Ausstellung 17. Februar–1. April 2007, Frischzelle, 6, Stuttgart 2007, unpag.
  • Materialität und Medialität. Norbert Meissners Video-Multiple „Pfingsten“, 1989, in: Jahrbuch 8 der Akademie Schloss Solitude, hg. von Jean-Baptiste Joly, Stuttgart 2006, S. 254–257.
  • Grenzen des fotografischen Dokuments? Die Bildbände der „Deutschen Dome“, in: Visualisierung und Imagination. Mittelalterliche Artefakte in bildlichen Darstellungen der Neuzeit und Moderne, hg. von Bernd Carqué, Daniela Mondini und Matthias Noell, Göttingen 2006 (Göttinger Gespräche zur Geschichtswissenschaft, Bd. 25), S. 597–643.
  • Fotografieren ist Sehen. Kunsthistorische Forschung und Bildpraxis bei Richard Hamann und Foto Marburg, in: Fotogeschichte, 25, 2005, Nr. 97, S. 69–79.
  • „Entdecker“ und „Finder“. Über die fotografische Wissensproduktion der Kunstgeschichte und die Probleme der Reproduktion von Kunstwerken, in: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte, 28, 2005, Nr. 3, S. 227–235.
  • Die Wissenschaft als Religion, das Präparat als Reliquie, in: Sammeln als Wissen. Das Sammeln und seine wissenschaftsgeschichtliche Bedeutung, hg. von Anke te Heesen und E. C. Spary, Göttingen 2001 (2. Aufl. 2002), S. 142–163.
  • Über Ästhetisierung und Memorialisierung in der medizinischen Präparierung Rudolf Virchows, in: Kritische Berichte, 2, 2001, S. 30–43.