Theorie des Bildakts

Horst Bredekamp / Theorie des Bildakts

Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2007

Theorie des Bildakts

Seit dem byzantinischen Bilderstreit und dem Bildersturm der Reformation ist nicht mehr in solcher Intensität über Bilder nachgedacht worden wie in den letzten Jahrzehnten. Neben der Archäologie und der Kunstgeschichte haben sich zahlreiche weitere Fächer an Fragestellungen rund um das Bild geradezu festgebissen. Angesichts dessen geht einer der bedeutendsten Kunsthistoriker der Gegenwart der Frage nach, warum Begriff und Geltung sowie Macht und Ohnmacht von Bildern so hartnäckig verfolgte Themen unserer Tage geworden sind.
Vordergründig geht dieser Boom auf die nie zuvor dagewesene Dominanz des Visuellen in fast allen Lebensbereichen zurück. Dahinter verbirgt sich jedoch ein tieferliegendes Problem als Paradoxon: Bilder besitzen zwar als von Menschen geschaffene Artefakte kein autonomes Leben, entwickeln aber immer wieder eine Präsenz, die sie mehr sein läßt als nur toter Stoff. Darauf gründet die Erwartung, daß das Nachdenken über sie mehr hervorzubringen vermag als der bloße Blick auf sie.
Im Doppelspiel von lebloser Starre und Lebendigkeit liegt die handlungsstiftende Kraft von Bildern. Mit Blick darauf entwirft Bredekamp eine Theorie des Bildakts als Gegenstück zur Lehre vom Sprechakt und verfolgt das Phänomen wirkkräftiger Bilder in drei Bereichen: der künstlichen Lebendigkeit, des Austausches von Bild und Körper und der Eigentätigkeit der Form. Das Buch ist die stark erweiterte Fassung seiner im Jahr 2007 gehaltenen und vielbeachteten Frankfurter Adorno-Vorlesungen – und die Summe jahrzehntelanger Forschungen zur bildaktiven Phänomenologie.

Suhrkamp Verlag
ISBN: 978-3-518-58516-0
www.suhrkamp.de/buecher/theorie_des_bildakts_58516.html

16.12.2010 – REQUIEM – Werkstattgespräch

REQUIEM – Werkstattgespräche 2010 (WS 2010/11)

Donnerstag, 16. Dezember 2010, 18 Uhr c.t.

Tamara Tolnai M.A. (München)

Die postume Inszenierung eines Kardinals: zum Grabmal Bartolomeo Roverellas in San Clemente, Rom

Bei seinem Tod am 2. Mai 1476 hatte Bartolomeo Roverella, Erzbischof von Ravenna und Kardinal von San Clemente zwar testamentarisch für seine liturgische Memoria in seiner Titelkirche Sorge getragen, aber keine Instruktionen für ein mögliches Grabmal hinterlassen.

Der von Roverella eingesetzte Testamentsvollstrecker errichtete ihm in den Jahren nach seinem Tod ein von Giovanni Dalmata und Andrea Bregno geschaffenes Grabmonument im erhöhten Presbyterium von San Clemente – „eines der gelungensten und zugleich eigenwilligsten Grabmäler des römischen Quattrocento“ (Röll: Giovanni Dalmata 1994, S. 92).

Das Grabmal steht in Dialog mit der benachbarten Kapelle Johannes des Täufers, die auf eine ältere Kapelle zurückgeht und offenbar im ausgehenden 15. und 16. Jahrhundert durch die Familie des Kardinals wesentlichen Erneuerungen und einer Wandlung zur römischen Familiengrablege unterzogen wurde. So wurde die Inszenierung des Kardinals in seiner Titelkirche auch zur Selbstinszenierung der Familie instrumentalisiert.

zum Grabmal des Kardinals Bartolomeo Roverella in der REQUIEM-Datenbank

Ort

Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Dorotheenstraße 28
10117 Berlin
Ehem. Lesesaal, 1. OG links

Treffpunkt

18:00 Uhr im REQUIEM-Büro
Dorotheenstraße 28
10117 Berlin
Raum 212 (1. OG rechts)
Standort – Karte

Kontakt

Anett Ladegast M.A.
anett.ladegast@requiem-project.eu
Tel: +49 (0)30 – 2093 – 4449 / 4457
www.requiem-projekt.de

Weitere Termine in Vorbereitung

02.-04.12.2010 – Tagung: Geschichten erzählen

Geschichten erzählen.

Geschichte erzählen. Geschichten erzählen.

Narrativität als Transformationsfaktor in der Geschichtsschreibung und den Künsten

Interdisziplinäre Tagung

des SFB 644 Transformationen der Antike, Humboldt-Universität zu Berlin
Auditorium im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, Geschwister-Scholl-Str. 1/3

02.-04. Dezember 2010

Erzählen ist ein wesentliches Element der Künste, der Literatur und der Geschichtsschreibung. In jeweils spezifischen sozialen, kulturellen und politischen Kontexten erscheint Narrativität als eine Form von Sinnstiftung, als ein retrospektives Ordnen, das sich in jeder Aktualisierung je neu auf bestehende Ordnungen beziehen lässt. Welche Rolle aber spielt Narrativität bei den produktiven Anverwandlungen und Transformationen von Antike?
Die Tagung geht der Frage nach, in welcher Weise mithilfe von antiken Narrativen oder Antike-Narrativen Fremd- und Selbstbilder produziert werden. Welche Formen kann Narrativität dabei in so unterschiedlichen Medien wie Teppichen, Instrumentalmusik oder Tragödien annehmen? Wie werden, etwa in Alexanderromanen oder in Tacitus-Kommentaren, durch Narrative gleichzeitig die antike Vergangenheit und die jeweilige Gegenwart konstruiert und wechselseitig aufeinander bezogen?

Programm

Programm – Flyer (pdf)

Donnerstag, 2. Dezember 2010

14:00 Uhr
Begrüßung: Andrea Polaschegg – Einführung: Albert Schirrmeister

Moderation: Johannes Helmrath

14:30 Uhr
Markus Stock (Toronto): Alexanders Orte: Narrative ‚Bewältigungen’ in der mittelhochdeutschen Literatur

15:30 Uhr
Julia Weitbrecht (Berlin): Die Lucretia-Erzählung im spätmittelalterlichen Drama

17:00 Uhr
Patrick Baker (Münster): Sammelbiographie als Geschichtsschreibung in Paolo Cortesis De hominibus doctis

18:00 Uhr
Asaph Ben-Tov (Erfurt): Eine späthumanistische Konfessionalisierung der Antike.
Die Griechen in der protestantischen historia universalis

Freitag, 3. Dezember 2010

Moderation: Peter Seiler

09:30 Uhr
Anna Heinze (Berlin): Venus und Satyr/Nymphe und Satyr.
Die schlafende Liegende als antikes Sujet in Bildern der Renaissance

10:30 Uhr
Tatjana Bartsch (Berlin): Die Schmiede des Vulkan in den Bildkünsten der Renaissance

12:00 Uhr
Silke Leopold (Heidelberg): Wie erzählt Instrumentalmusik antike Sujets?

Moderation: Werner Röcke

14:30 Uhr
Birgit Franke (Dortmund): Troias Helden an den Höfen Europas – Textile Erzählräume und re-enactment der antiken Historie im 14. und 15. Jahrhundert

15:30 Uhr
Bent Gebert (Freiburg i. Brsg.): Von der Erfüllung der Zeichen zum Erzählen mit erfüllten Zeichen: Narration und Ostension im Trojanerkrieg Konrads von Würzburg

17:00 Uhr
Ronny Kaiser (Berlin): Sola historia negligitur – Historiographisches Erzählen in Althamers Scholien (1529) zur Taciteischen Germania

18:00 Uhr
Martin Clauss (Regensburg): 1066: Als Wilhelm von der Normandie England eroberte und Agamemnon, Xerxes, Marius, Pompeius und Caesar in den Schatten stellte

Samstag, 4. Dezember 2010

Moderation: Martin Dönike

09:30 Uhr
Hans Körner (Düsseldorf): Handlungen im Ornament – handelnde Ornamente. Transformationen der antiken Ornamentgroteske im Vorlagenstich des 16. und 17. Jahrhunderts

10:30 Uhr
Frank Wittchow (Bremen): Abest historia litteris nostris? Die römische Geschichtserzählung in der Krise

12:00 Uhr
Kirsten Postert (Paris/Heidelberg): Die tragédie à sujet moderne in Frankreich (1550-1715) – Modernität und Aktualität als Transformationsfaktor antiker, mythologischer Narrative

Kontakt

SFB 644 Transformationen der Antike
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Tel. 030. 2093-7481
weitbrecht@staff.hu-berlin.de
www.sfb-antike.de

03. Dezember 2010 – Absolvententag 2010

Das Institut für Kunst- und Bildgeschichte und sein Förderverein laden ein zum

Absolvententag 2010

Freitag, 3. Dezember 2010

ab 16:00 Uhr

Hörsaal 3075 (Westflügel)
Hauptgebäude der Humboldt-Universität
Unter den Linden 6
10117 Berlin
Standort – Karte

Im Anschluss an die Vorträge der Absolventen findet ein Umtrunk in Raum 111 des Instituts in der Dorotheenstraße 28 statt.

Herzlich eingeladen sind insbesondere alle Studierenden, die Angehörigen des Lehrkörpers, die Mitglieder des Fördervereins sowie Freunde und Familie der Absolventinnen und Absolventen. Die Veranstaltung ist universitätsöffentlich.

 

Programm

Einladung – Absolvententag 2010 – pdf

16:00 Uhr c.t.

Begrüßung

Prof. Dr. Susanne von Falkenhausen

Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte

Einführung

Prof. Dr. Michael Diers

Vorsitzender des Fördervereins des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte

 

Moderation

Constance Krüger und Jaqueline Krickl

16:30 Uhr – Armin Bergmeier M.A.

Hollywood in der Spätantike – Die Emotionalisierung des Betrachters am Beispiel des Apsismosaiks von SS. Cosma e Damiano

17:00 Uhr – Annett Klingner M.A.

Das unerwünschte Horoskop im Vatikan – Pintoricchios Planetenkinder-Fresken im Appartamento Borgia

17:30 Uhr – Alke Vierck M.A.

Bis unter die Haut? Der ungläubige Thomas und die Berührung in der Malerei

 

Pause

 

18:15 Uhr – Denis Grünemeier M.A.

Licht und Lichtgestaltung in Stanley Kubricks 2001: A Space Odyssey

18:45 Uhr – Katja Trenkler M.A.

„Vom Helden zum Wrack.“ Der US-Soldat in der fotografischen Kriegsberichterstattung seit dem 11. September 2001

19:15 Uhr – Antje Stahl M.A.

Wenn Menschen Kunst werden – Ästhetik und Politik in Ai Weiweis Fairytale (2007)

 

20:00 Uhr – Umtrunk im Institut

23.11.2010 – Vortrag: Prof. Dr. Kurt W. Forster – Selbstbild im Bau

Die Kolleg-Forschergruppe Bildakt und Verkörperung lädt ein zu einem Vortrag von

Prof. Dr. Kurt W. Forster

(Yale School of Architecture)

Selbstbild im Bau.

Autobiographische Verkörperung in Häusern von Architekten


Dienstag, 23. November 2010 | 19.00 Uhr c.t.

Ort: Auditorium im Grimm-Zentrum, Geschwister-Scholl-Straße 1

Standort – Karte

Einladung: PDF

10. November 2010 – Vortrag: From devotional image to work of art. Aspects of the early graphic arts in the North

Das Institut für Kunst‐ und Bildgeschichte der Humboldt‐Universität zu Berlin lädt ein zu einem Vortrag von

Prof. Dr. Ilja M. Veldman

From devotional image to work of art.

Aspects of the early graphic arts in the North

Ilja M. Veldman ist emeritierte Professorin der Freien Universität Amsterdam und Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften. Sie ist ausgewiesene Spezialistin auf dem Gebiet der niederländischen Kunst zwischen 1400 und 1700 mit den Forschungsschwerpunkten Ikonografie und Ikonologie, Funktion und Bedeutung, Kulturtransfer Holland–Italien, sowie Druckgrafik, Buchillustration und Glasmalerei.
Sie betreute mehrere Bände der Standard‐Serien zur frühneuzeitlichen Druckgrafik The New Hollstein Dutch & Flemish Etchings, Engravings and Woodcuts und The Illustrated  Bartsch.
Darüber hinaus war sie an der Konzeption und Durchführung mehrerer internationaler Ausstellungen maßgeblich beteiligt, zuletzt an der aktuell im Musée des beaux‐arts de Rennes gezeigten Ausstellung Heemskerck et l’humanisme.
Ihr jüngstes Buch erschien 2006 und trägt den Titel Images for the eyes and soul. Function and meaning in Netherlandish Prints (1450–1650).

Mittwoch, 10. November 2010,  19 Uhr c.t.

Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6, 10117 Berlin
Hörsaal 3075
Standort – Karte

„Premio Salimbeni per la Storia e la Critica d’Arte“ an Nicole Hegener

„Premio Salimbeni per la Storia e la Critica d’Arte“

an Nicole Hegener

Der diesjährige „Premio Salimbeni per la Storia e la Critica d’Arte“ geht an die Berliner Kunsthistorikerin Nicole Hegener.

Die Wissenschaftlerin wird für ihre grundlegende Monographie zu dem Florentiner Bildhauer Baccio Bandinelli (1493-1560) ausgezeichnet. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis wird am 21. November in San Severino Marche verliehen. Die Fondazione Salimbeni fördert herausragende Leistungen der Kunstgeschichte Italiens und der Region Marche.

Bilder der Preisverleihung

Homepage der Fondazione Salimbeni
http://www.fondazionesalimbeni.it/

Verzeichnis der bisherigen Preisträger
http://en.wikipedia.org/wiki/Salimbeni_Prize

Meyer-Struckmann-Preis 2010 für Horst Bredekamp

Meyer-Struckmann-Preis für Horst Bredekamp

Der diesjährige Meyer-Struckmann-Preis für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, 2010 ausgeschrieben für herausragende Arbeiten im Themenfeld „Theorie und Kulturen des Bildes“, wurde heute an den Berliner Kunsthistoriker Prof. Dr. Horst Bredekamp verliehen.

Presse-Meldung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vom 08.12.10
Horst Bredekamp erhält den Meyer-Struckmann-Preis


Düsseldorf/Berlin (dpa/bb)

Der diesjährige Meyer-Struckmann-Preis für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung geht an den Berliner Kunsthistoriker Horst Bredekamp.
Der Wissenschaftler werde für seine «enorme Forschungsbreite von der Antike bis zur zeitgenössischen Kunst ausgezeichnet», teilte die Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf am Mittwoch mit. Seine interdisziplinäre Forschung rage in die Medien- und Naturwissenschaften hinein.
Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird am 8. Dezember in Düsseldorf verliehen.
Die Meyer-Struckmann-Stiftung fördert herausragende Leistungen in den Kultur- und Geisteswissenschaften.

dpa-info.com GmbH

Presse-Meldung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vom 27.10.10
Horst Bredekamp erhält Meyer-Struckmann-Preis


Homepage der Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung
www.meyer-struckmann.de

In der Mitte Berlins – 200 Jahre Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität

In der Mitte Berlins

200 Jahre Kunstgeschichte

an der Humboldt-Universität

Hg. von Horst Bredekamp und Adam S. Labuda

humboldt-schriften zur kunst- und bildgeschichte
Band XII

Gebr. Mann Verlag · Berlin

Das Fach Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin feiert im Jahr 2010 das Jubiläum seines 200-jährigen Bestehens – gemeinsam mit der Alma Mater. Die vorliegende Publikation bietet die erste zusammenfassende Geschichte des Faches in der Mitte Berlins von 1810 bis in die Gegenwart.

Auch das Fach Kunstgeschichte gehört zu jenen Disziplinen, die mit der Gründung der Berliner Universität im Jahre 1810 eine akademische Fundierung erhielten. Am Anfang stand Aloys Hirt, der – zugleich mit der Archäologie – das Fach Kunstgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart vertrat. Akademische Lehrer wie Herman Grimm, der 1873 das erste autonome Ordinariat übernahm, sowie Heinrich Wölfflin, Adolph Goldschmidt, Wilhelm Pinder und Richard Hamann prägten das Fach weit über Berlin hinaus. Neben diesen herausragenden Protagonisten werden nicht minder auch die Außenseiter des Faches wie Heinrich Gustav Hotho und Rudolf Arnheim vorgestellt. Über die Zeit des Nationalsozialismus hinaus kommt die spannungsvolle Nachkriegszeit an der Humboldt-Universität zur Sprache, wobei insbesondere die für Berlin kennzeichnende Verbindung der universitären Kunstgeschichte mit der Institution des Museums sowie die für das Fach bedeutsamen Bildmedien der Kunstgeschichte erörtert werden. Die außerdem vorgelegten Ergebnisse der Erforschung des Studiums der Kunstgeschichte an der Friedrich-Wilhelms-Universität um 1900 ermöglichen eine erste Annäherung an das bislang am wenigsten erkannte Gebiet der Fach- und Universitätsgeschichte.

» Gebr. Mann Verlag · Berlin

 

Inhaltsverzeichnis (pdf)

Inhalt

1810 –1873
Sphären und Standorte der Kunstgeschichte

Marc Schalenberg
Disziplin und Geselligkeit: Die frühe Kunstgeschichte in Berlin – in und außerhalb
der Universität

Horst Bredekamp und Adam S. Labuda
Kunstgeschichte, Universität, Museum und die Mitte Berlins 1810 –1873

Jörg Trempler
Kunst und Wissenschaft. Franz Kuglers Promotion und Habilitation oder die
Zeichnung als Prüfungsgegenstand

1873 –1933
Von Grimm bis Goldschmidt – Profile des kunstgeschichtlichen Ordinariats

Johannes Rößler
Erlebnisbegriff und Skioptikon. Herman Grimm und die Geisteswissenschaften an
der Berliner Universität

Elke Schulze
»Ich werde Mode!« Heinrich Wölfflin an der Berliner Universität

Claudia Rückert
Adolph Goldschmidt im Jahre 1912 – Lehrer, Organisator, Netzwerker

Annette Dorgerloh
»… zum Versuch verpflichtet, Brücken zu schlagen« – Skizzen zum Berufshabitus
des Kunsthistorikers im wilhelminischen Berlin

Berliner Curricula

Carolin Behrmann und Katja Bernhardt
Das Studium der Kunstgeschichte an der Friedrich-Wilhelms-Universität um 1900.
Ein wissenschaftshistorisches Problemfeld

Simone Schweers
Kunstgeschichte und (Aus-)Bildung? Das Studium vor Originalen 1810 –1910

Vivien Trommer und Laura Windisch
»… in den allgemeinen Verhältnissen wohl unterrichtet«. Untersuchungen zur
kunst­ eschichtlichen Promotion um 1900

Anna Dannemann und Yvonne Daseking
Die Studenten und das Studium der Kunstgeschichte um 1900. Eine sozial- und
b­ildungsgeschichtliche Studie

Katharina Groth und Birgit Müller
Kunstgeschichte um 1900 – ein Vergleich beruflicher Werdegänge: Marie Schuette,
Walter Stengel, Hans Wendland und August Grisebach

Gegenstände, Medien, Felder, Wirkungen

Charlotte Klonk
Angespannte Verhältnisse. Universitätsprofessoren und ihre Kollegen an den
Berliner Museen um 1900

Barbara Schellewald
Der Blick auf den Osten – eine Kunstgeschichte à part. Oskar Wulff und Adolph
Goldschmidt an der Friedrich-Wilhelms-Universität und die Folgen nach 1945

Dorothea Peters
»… die sorgsame Schärfung der Sinne«. Kunsthistorisches Publizieren von Kugler
bis Pinder

Ulrich Reinisch
Brinckmanns »Platz und Monument« von 1908 und die ideale Stadtform des
Sozialismus. Forschung und Lehre zur ›Stadtbaukunst‹ an der Friedrich-Wilhelms-
und Humboldt-Universität

Michael Diers
Bande à part. Die Außenseite(r) der Kunstgeschichte: Georg Simmel, Carl Einstein,
Siegfried Kracauer, Max Raphael, Walter Benjamin und Rudolf Arnheim

1933 –1945
»Wesenszüge der deutschen Kunst«. Eingrenzung und Ausgrenzung

Horst Bredekamp
Wilhelm Pinder

Sabine Arend und Sandra Schaeff
»Eine der wichtigsten und vordringlichsten Aufgaben der Hochschule
ist es, für einen geeigneten Hochschullehrernachwuchs Sorge zu tragen.«
Zur Nachwuchs­förderung am Kunstgeschichtlichen Institut der Berliner
Friedrich-Wilhelms-­Universität 1933 –1945

Irmtraud Thierse
Ausgrenzung, Verfolgung und Vertreibung von Wissenschaftlern am Kunst­
historischen Institut der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin in der Zeit
des Nationalsozialismus

1945 –1989
Defensive – Anpassung – Eigenständigkeit

Nikola Doll
Zwischenzeit. Richard Hamann und die Kunstpolitik in der SBZ/DDR­ 1947–1957

Sigrid Brandt
Auftrag: marxistische Kunstgeschichte. Gerhard Strauss’ rastlose Jahre

Christof Baier
»… befreite Kunstwissenschaft«. Die Jahre 1968 bis 1988

Nach 1989

Martin Warnke
Strukturkommission Kulturwissenschaften

Horst Bredekamp und Adam S. Labuda
Kunst- und Bildgeschichte 1992 – 2010

Frauen in Bewegung

Frauen in Bewegung

Frauen an der Humboldt-Universität zu Berlin

Fotografien: Barbara Herrenkind, Fotografin am IKB

Konzeption: Dr. Ursula Fuhrich-Grubert, Zentrale Frauenbeauftragte

 

Vorstellung des Fotobandes durch die zentrale Frauenbeauftragte

Am 12. Juli 2011, um 18.15 Uhr

in Raum 2103, Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6, 10117 Berlin

Weitere Informationen
http://www.hu-berlin.de/pr/nachrichten/nr1107/nr_110708_01

„Frauen in Bewegung. Frauen an der Humboldt-Universität zu Berlin“
ISBN 978-3-9813957-1-6
Herausgegeben von Ursula Fuhrich-Grubert
Fotografien von Barbara Herrenkind

 

Ausstellungsdauer: 13. Oktober 2010 bis 30. April 2011

Die Humboldt-Universität kann, will sie leistungsfähig sein, nicht auf das Potenzial „ihrer“ Frauen verzichten. Vor diesem Hintergrund will die Ausstellung diese Frauen in ihrer Vielfalt präsentieren und zugleich dazu beitragen, dass sie als Repräsentantinnen der Universität wahrgenommen werden. Ohne „Frauen in Bewegung“ ist ein Wandel der traditionell männerdominierten Universität und deren Transformation in die Moderne nicht möglich. Dies gilt nicht zuletzt für die Humboldt-Universität – das moderne Original.

Ausstellungsorte

5. November bis 3. Dezember 2010: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen (2. Obergeschoss, Foyer, Mo-Fr 9-18 Uhr)
6. bis 31. Dezember 2010: Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Otto-Braun-Str. 27, Berlin-Mitte
17. Januar bis 11. Februar 2011: Juristische Fakultät (Kommode), Bebelplatz 1, 10117 Berlin
14. Februar bis 8. März 2011: Lichthof im HU-Hauptgebäude, Unter den Linden 6, Berlin-Mitte
18. bis 29. April 2011: Rotes Rathaus, Rathausstraße 15, Berlin-Mitte

Information

Die Humboldt-Universität zu Berlin feiert im Jahr 2010 ihr 200jähriges Jubiläum. Als sie 1810 gegründet wurde, waren Frauen weder als Studentinnen noch als Lehrende oder Forschende zugelassen. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelang es ihnen allmählich, an der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität Fuß zu fassen: zunächst als Gasthörerinnen, seit 1908 als ordentliche Studentinnen. Mit Beginn der Weimarer Republik durften sie sich habilitieren. Danach gab es einige wenige Frauen, die an der Berliner Universität als außerordentliche Professorinnen tätig waren – wie zum Beispiel die Physikerin Lise Meitner.

Heute ist keine Universität ohne Frauen mehr denkbar. An der Humboldt-Universität studieren in der Zwischenzeit mehr als 50% Frauen und der Anteil der Mitarbeiterinnen in Verwaltung und Technik liegt bei 70%. Dennoch kann von einer völligen Gleichstellung noch immer nicht die Rede sein: Gerade einmal 18,3 % der ordentlichen Professuren sind von Frauen besetzt, an manchem Institut der Universität forschen und lehren nur eine oder zwei Professorinnen.

Die Humboldt-Universität zu Berlin – und hier steht sie stellvertretend für alle Hochschulen in Deutschland – kann, will sie leistungsfähig sein, nicht auf das Potenzial „ihrer“ Frauen verzichten, sei es als Professorin, als Mitarbeiterin in der Verwaltung oder als Studentin. Die Ausstellung möchte diese Frauen in ihrer Vielfalt präsentieren und zugleich dazu beitragen, dass sie als Repräsentantinnen der Universität wahrgenommen werden.

Die hier abgebildeten Frauen stehen exemplarisch für alle jene Frauen, die an der Humboldt-Universität tätig und präsent sind. Ohne Frauen in Bewegung ist ein Wandel der traditionell männerdominierten Universität und deren Transformation in die Moderne nicht möglich. Dies gilt nicht zuletzt für die Humboldt-Universität – das moderne Original!

Kontakt

Büro der Zentralen Frauenbeauftragten
Tel.: 030 2093 – 2840
frauenbeauftragte@hu-berlin.de

Info – pdf

Frauen in Bewegung