15. Januar – 14. Februar 2013 – Ausstellung – Room to Move

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Eine Ausstellung von Studierenden des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin

Atrium | Georgenstr. 47 | 10117 Berlin
16. Januar – 14. Februar 2013
Mo-Do, 11:30-16:30 Uhr

Ausstellungsdokumentation, Fotos von Andreas Baudisch und Barbara Herrenkind

Eröffnung: 15. Januar 2013, 19:30 Uhr
Begrüßung: Prof. Dr. Charlotte Klonk | Mit einer Einführung durch die Studierenden
Finissage und Künstlergespräch: 14. Februar 2013, 19:30 Uhr

Vernissage, Fotos von Andreas Baudisch

Am 15. Januar 2013 eröffnet die erste von Studierenden der Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität kuratierte Gruppenausstellung im Atrium des neuen Institutsgebäudes in der Georgenstr. 47.
ROOM TO MOVE ist eine Ausstellung über Raum und Bewegung. Sie versammelt aktuelle künstlerische Arbeiten, die durch das Thematisieren von Bewegung oder Bewegungshemmung unterschiedliche Raumvorstellungen evozieren – virtuelle, ideelle, suggerierte, konkrete oder choreographierte sowie durch Klang produzierte Räume.

Der Zusammenhang zwischen Raum und Bewegung ist insbesondere seit den 1960er Jahren wiederholt Gegenstand von Raumdefinitionen durch Philosophen und Kulturtheoretiker gewesen. Laut dem
Soziologen und Philosophen Michel de Certeau ist „der Raum ein Ort, mit dem man etwas macht. So wird zum Beispiel die Straße, die der Urbanismus geometrisch festlegt, durch die Gehenden in einen
Raum verwandelt“. „Raum und Räumlichkeit“, so konstatiert auch der Kulturwissenschaftler Hartmut Böhme, „muss, um überhaupt gedacht werden zu können, erfahren werden.“ Erst die Bewegung, die
wir mit unserem Körper im Raum vollziehen, erschließt also die historischen, kulturellen, individuellen und geometrischen Vorstellungen von Raum.

Hier setzt ROOM TO MOVE an und ermöglicht durch spielerische, partizipative Ansätze, gewöhnliche und von der Architektur vorgegebene Bewegungsmuster aufzubrechen. Die Ausstellung findet im Atrium des „Pergamon Palais“ statt, in das das Institut für Kunst- und Bildgeschichte vor einem Jahr eingezogen ist. Seine Architektur wurde seitdem häufig von den Benutzern kritisiert. Bereits die von
Franziska Solte kuratierte Vorgängerausstellung EXPANDING THE GRID nahm die als standardisiert und steril wahrgenommene Grundstruktur des Gebäudes zum Ausgangspunkt, um zum Nachdenken über das Verhältnis von Raster und Körper anzuregen.

ROOM TO MOVE nun verwandelt den gerasterten Ausstellungsraum in einen Erfahrungsraum, den die Besucher nicht nur durch das Betrachten, sondern auch durch das Begehen, Imaginieren und
Partizipieren auf ganz unterschiedliche Weise erleben können. Einige der Werke wurden dabei eigens für diese Ausstellung konzipiert. Zur Ausstellung entsteht ein Katalog.

Mit Arbeiten von: Ursula Behr-Heyder, Lisa Haucke & Wiebke Heiber, Carola Keitel, Bettina Khano, Laura McLardy & Jonas Kesseler, Kalin Lindena, Lucia Mors de Castro, Eli Skatvedt

Kuratiert von:
Christina Danick, Clara Gehlen, Leoni Grützmacher, Martyna Nowicka, Erika Pinner und Olga Shmakova

Projektbetreuung:
Prof. Dr. Charlotte Klonk, Stefanie Gerke M.A.

Besonderer Dank an: Humboldt Universitäts Gesellschaft; Verein zur Förderung des Instituts für Kunst und Bildgeschichte der Humboldt Universität zu Berlin e.V.; DAAB MEDIA GMBH; Think Big.

ROOM-TO-MOVE-Pressemitteilung (pdf)
ROOM-TO-MOVE-Pressemitteilung-ENGLISH (pdf)