Horst Bredekamp wird Mitglied der Gründungsintendanz des Humboldt-Forums

Neue Etappe fürs Humboldt-Forum
Horst Bredekamp wird Mitglied der Gründungsintendanz

 

In der Umsetzung des Humboldt-Forums ist ein weiterer Schritt nach vorne gemacht: Am Mittwoch, 8. April 2015 gab die Kulturstaatsministerin Monika Grütters bekannt, dass der britische Kunsthistoriker und Museumsexperte Neil MacGregor zum Leiter der Gründungsintendanz des Humboldt-Forums in Berlin berufen wurde. Horst Bredekamp, Kunsthistoriker der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und Sprecher des HU-Exzellenzclusters „Bild Wissen Gestaltung. Ein Interdisziplinäres Labor“ gehört ebenso wie Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Gründungsintendanz an.

Bredekamp äußerte sich erfreut über die Wahl: „Mit der Berufung der Gründungsintendanz beginnt eine neue Etappe für das Humboldt-Forum. Gemeinsam können wir uns nun auf die inhaltliche Ausgestaltung dieses weltweit einmaligen Projektes fokussieren.“

Die Gründungsintendanz wird ab Oktober 2015 als beratendes Gremium über einen Zeitraum von zunächst zwei Jahren inhaltliche Schwerpunkte setzen und das Zusammenwirken aller Akteure im Humboldt-Forum entwickeln. Ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Museumsexperten wird die Gründungsintendanz dabei unterstützen.

 

Die Humboldt-Universität im Humboldt-Forum

 

Die HU wird im Humboldt-Forum dem Thema Wissenschaft eine Bühne geben und sie als zentralen Bestandteil der Kulturen für ein breites Publikum begreifbar machen: Auf mehr als 600 Quadratmetern wird die HU in ihrem Humboldt-Labor das Konzept einer „offenen Universität“ verwirklichen und so auf anschauliche und lebendige Weise vermitteln, welche Rolle Wissenschaft im Alltag eines jeden spielt.

Dabei verzichtet die HU auf eine bloße Leistungsschau wissenschaftlicher Erfolge, sondern wird Methoden und Erkenntnisprozesse in der Geschichte und Gegenwart wissenschaftlicher Praxis – zu der auch Kontroversen, Spekulationen, Irrtümer und Grenzen gehören – für die Gäste des Humboldt-Forums sichtbar und erfahrbar machen. Der Besucher soll am Arbeits- und Erkenntnisprozess von Wissenschaftlern teilhaben können und ganz nah am Geschehen unterschiedlicher Wissenschaften sowie interdisziplinärer Forschung sein. Das Humboldt-Labor wird daher sowohl Labor und Werkstatt, Ausstellungsfläche und Seminarraum, als auch Vortragsaal oder Bühne sein und zeigen, wie Wissen gewonnen, gestaltet und vermittelt wird.