Rudolf-Arnheim-Gastprofessur

Rudolf-Arnheim-Gastprofessur

Sommersemester 2017:  Prof. Sona TatoyanArnheim_Gastprofessur_Sona Tatoyan

Im Mai 2000 wurde zwischen der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Stiftung Preussischer Kulturbesitz und der Stiftung Brandenburger Tor eine Vereinbarung über eine am Kunstgeschichtlichen Seminar der Humboldt-Universität einzurichtende „Rudolf-Arnheim-Gastprofessur“ unterzeichnet. Die „Rudolf-Arnheim-Gastprofessur“, die vom DAAD gestiftet und zusätzlich durch die Stiftung Brandenburger Tor unterstützt wird, wurde erstmals im Wintersemester 2000/2001 besetzt.

http://stiftungbrandenburgertor.de/arnheim-lecture-gastprofessur/

Die Gastprofessur dient der Lehre sowie der kritischen Reflexion der Kunstgeschichte der Gegenwart und richtet sich an Studierende der Kunstgeschichte sowie interessierte Studierende anderer Fachrichtungen. Darüber hinaus soll sie universitäre und öffentliche Veranstaltungen mit Unterstützung der Trägereinrichtungen Stiftung Preussischer Kulturbesitz und Stiftung Brandenburger Tor durchführen, internationale Verbindungen zwischen dem Fachgebiet Kunstgeschichte und anderen verwandten Gebieten auf- oder ausbauen sowie den Kontakt und die Zusammenarbeit mit Künstlern in Berlin und den Gästen des Berliner Künstlerprogramms suchen.

Die Auswahl für die „Rudolf-Arnheim-Gastprofessur“ wird durch eine hochrangige interdisziplinär besetzte Jury vorgenommen. Dabei wird die Berufung der Gastdozenten durch ausländische Wissenschaftler und Künstler angestrebt, die an einer Hochschule, Forschungseinrichtung oder Museen in ihrem Heimatland tätig sind.

Mit besonderer Freude widmen die Vertragspartner die Gastprofessur dem emeritierten Professor für Kunstpsychologie, Rudolf Arnheim. Im Jahre 1904 geboren, hat Arnheim in Berlin von 1923 bis 1928 Psychologie, Kunstgeschichte, Musikgeschichte und Philosophie studiert. 1933 ist er nach Rom ausgewandert und 1939 nach England, 1940 in die USA emigriert. Als Mitbegründer der Gestaltpsychologie hat Arnheim in einer beispiellos offenen Weise die Theorie des „denkenden Sehens“ und des Gestaltens als Überlebensstrategien entwickelt. Bedeutend und beispielhaft für das Kunstgeschichtliche Seminar ist auch, dass er sich mit allen Medien, darunter auch mit dem Film, auseinandergesetzt hat. Sein Buch „Film als Kunst“ ist ein Klassiker der Filmthe

orie. In den USA lebend, hat Rudolf Arnheim, der im Juni 2007 starb, der Verleihung seines Namens an die Gastprofessur mit Freude zugestimmt.

Nachruf zum Tode von Rudolf Arnheim von Prof. Dr. Michael Diers,
Süddeutsche Zeitung Nr. 132, 12. Juni 2007, S. 14.
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Porträtgalerie ehemaliger GastprofessorInnen (Auswahl)
Fotos: Barbara Herrenkind

Liste der bisherigen Rudolf-Arnheim-GastprofessorInnen

 

  • WS 2016/17: Cheryce von Xylander
  • SS 2016: Wei Hu
  • WS 2015/16: Valentino Pace
  • SS 2015: Karen Ann Lang
  • WS 2014/15: Leonard Berkan
  • SS 2014: Jyotindra Jain
  • WS 2013/14: Katarzyna Murawska-Muthesius
  • SS 2013: Ladislav Kesner
  • WS 2012/13: Ruxandra Demetresc
  • SS 2012: Christiane Gruber
  • WS 2011/12: Régis Michel
  • SS 2011: Juliet Koss
  • WS 2010/11: Pamela Kort
  • SS 2010: Esra Akcan (University of Illinois at Chicago)
  • WS 2009/10: Nicos Hadjinicolaou (Universität Kreta)
  • SS 2009: Anna Konik (Polen)
  • WS 2008/09: Giovanna Zapperi (Paris)
  • SoSe 2008: David Elliott
  • WS 2007/08: Giovanna Zapperi (Paris)
  • SS 2007: David Craven (University of New Mexico, USA)
  • WS 2006/07: Bice Curiger (Parkettart)
  • SS 2006: Anna Wessely (Eötvös Loránd Universität, Budapest)
  • WS 2005/06: Tul Akbal Sualp (Istanbul)
  • SS 2005: Ali Akay (Mimar Sinan University of Fine Arts, Istanbul)
  • WS 2004/05: Catherine David (Witte de With Center for Contemporary Art, Rotterdam)
  • WS 2003/04 und SS 2004: Almut Sh. Bruckstein (Israel)
  • SS 2003: Bojana Pejic (Belgrad)
  • SS 2002: Barbara Maria Stafford (University of Chicago)
  • WS 2001/02: Sarat Chandra Maharaj (Goldsmith College, London)