Digitale Kunst- und Bildgeschichte am IKB

Digitale Kunst- und Bildgeschichte am IKB

Die Digitale Kunst- und Bildgeschichte ist am IKB in der Lehre, als Forschungsgegenstand, durch Projekte und in Form konkreter Infrastrukturangebote vertreten.

Digitale Kunst- und Bildgeschichte in der Lehre

Das IKB bietet seit 1994 Veranstaltungen zu bildwissenschaftlichen Themen, darunter auch zu Themen der digitalen Bildwissenschaft an. Außerdem finden sich regelmäßige Angebote zu Datenbanken und datenbankgestützter Forschung. Der sukzessive Ausbau der Lehre im Bereich der Digitalen Bild- und Kunstgeschichte ist geplant. Zunächst sollen einzelne Module eingerichtet werden. Mittelfristig ist sowohl ein themenspezifischer Masterstudiengang als auch die Beteiligung an einem entsprechenden Graduiertenkolleg angestrebt.

Das IKB ist gemeinsam mit der FU, der TU und der htw Mitglied im Berliner Netzwerk Kunstgeschichte und Digitalität.

Derzeit (WS 2016/17) werden folgende Veranstaltungen aus dem Bereich „Digitale Kunstgeschichte“ am IKB angeboten

Reguläre Lehrveranstaltungen

BA Modul VI Bildgeschichte/Methoden/Wissenschaftsgeschichte
  • Bildverwendung in der Biologie – ein interdisziplinäres Seminar zur bildbasierten Wissenserzeugung, J. Nyakatura, K. Amelung
BA Modul VIII Praxisorientierte Lehrveranstaltungen
  • Forschung und Praxis in den Sammlungen der Kunstbibliothek (II). Die große Italienreise. Zeichnungen in einem Klebeband des 19. Jahrhunderts (mit Digitalisierungs- und Katalogisierungskomponente), Do 9-12, G. Schelbert
  • MA Modul II: Materialien, Medien, Praktiken
    • (derzeit keine DH-spezifische Veranstaltung)

Veranstaltungen außerhalb des Lehrprogramms

  • (derzeit keine DH-spezifische Veranstaltung)

Zur Lehre außerhalb des IKB s. hier

Digitale Kunst- und Bildgeschichte als Forschungsgegenstand

(siehe auch Mediathek)

Intitiativen wie die „Berliner Gespräche zur Digitalen Kunstgeschichte“ verstehen den Einsatz der digitalen Technologien auch als Forschungsgegenstand. Unabhängig von einzelnen Projekten, in denen digitale Infrastrukturen angewendet werden, wird hier über Konzepte, Methoden, die Möglichkeiten ihrer Umsetzung und ihre Auswirkungen auf die Forschungspraxis reflektiert und diskutiert.Das IKB ist außerdem an Arbeitsgruppen zur konzeptionellen und technologischen Weiterentwicklung von Forschungsumgebungen beteiligt, unter anderem gemeinsam mit der Bibliotheca Hertziana, dem Kunsthistorischen Institut in Florenz, dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und der Universität Lüneburg.

  • Berliner Gespräche zur Digitalen Kunstgeschichte (weitere Informationen)
  • Konzeption und Umsetzung von Forschungsinfrastrukturen
  • Projekt Imagelab

Digital gestützte Projekte

 (siehe auch Mediathek und EDV, Projekte)

Schon seit Mitte der 1990er Jahre führt das IKB Projekte unter Einsatz digitaler Technologien und Infrastrukturen durch und ist aktiv an der Entwicklung solcher Technologien beteiligt. Mit der Census-Datenbank, die hier entscheidend weiterentwickelt wurde, ist das Institut an einem der ältesten und renommiertesten kunsthistorischen Datenbankprojekte beteiligt. Die Durchführung einzelner Forschungsprojekte mit der Infrastruktur HyperImage ist ein Referenzbeispiel für den bildspezifischen Einsatz digitaler Infrastrukturen in der kunsthistorischen Forschung. Insbesondere das Goldschmidt-Zentrum erarbeitete Fallbeispiele im Rahmen von HyperSculpture. Mit dem Projekt Requiem und seiner sowohl Grabmäler als auch Personen erfassenden Datenbank konnte die Brücke zu historischen und sozialhistorischen Forschungsansätzen geschlagen werden. Mit dem Kooperationsprojekt Cipro, das historische Rompläne digital erfasst, bieten sich neue Perspektiven, die Topographie der Stadt Rom zeitspezifisch differenziert zu dokumentieren.

  • Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance (http://www.census.de/census/inhalte), Kooperationsprojekt mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
  • Requiem – Die römischen Papst- und Kardinalsgrabmäler der frühen Neuzeit (http://requiem-projekt.de/), seit 2012 in Kooperation mit dem Seminar für Geschichte der Bergischen Universität Wuppertal
  • Goldschmidt (http://www.goldschmidt-zentrum.de/)
  • Pixtura – Kooperative Lernumgebung für bildorientierte Wissenschaften (archiviert, nicht online)
  • ZUCCARO – Informationssystem für historische Kulturwissenschaften (Info-Seite auf dem Mediatheks-Wiki), seit 2015 Kooperation mit der Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte
  • Cipro -Katalog historischer Rompläne (Info-Seite auf dem Mediatheks-Wiki), seit 2012 Kooperationsprojekt mit der Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte
  • […]

Digitale Infrastrukturen

(siehe auch Mediathek und EDV, Forschungsinfrastrukturen)

Durch die Eigenentwicklung von digitalen Infrastrukturen bzw. Beteiligung an solchen Entwicklungen vertritt das Institut das Konzept eines methodologisch reflektierten Einsatzes von digitalen Technologien. Einen Meileinstein bildte die mit einem hierarchischen, ein assoziatives Zuordnen von Bildern zu verschiedenen Themenfeldern ermöglichenden, Thesaurus versehene Bilddatenbank imago ab 1996. Sie wird derzeit durch die gemeinsam mit der Max-Planck-Digital library entwickelten Webdatenbank imeji ersetzt.

  • Kommunikations- und Lernpattformen: Moodle (CMS)
  • Bilddatenbanken: Imago, imeji; Arbeitsumgebung imagelab