Lehre

Prof. Dr. Inge Hinterwaldner

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2017/18

Agnes – Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2017/18

„Artificial Intelligence. Das Andere Ich – Ars Electronica Festival 2017“, Linz, Humboldt-Universität zu Berlin [D]
EX, 533661
Ort: Linz
Zeit: 6.9. – 10.9.2017 und ein Zusatztermin
BA 2014:  Modul VII: Exkursion
MA 2014: Modul IV: Exkursion

Das Ars Electronica Festival wurde 1979 in Linz gegründet und ist somit das älteste und weltweit umfangreichste Festival für Medienkunst mit einer Vielzahl an Formaten (Performances, Vorträge, Diskussionsrunden, Ausstellungen, Screenings) und eingebundenen Institutionen (AE Center, OK Center, Bruckner Haus, Lentos, Postcity, Kunstuniversität Linz). Für eine gesamte Woche steht die Stadt Linz im Zeichen dieses internationalen Kunstevents. Das Festival wird jedes Jahr thematisch ausgerichtet. 2017 lautet das Motto ‚Künstliche Intelligenz – das Andere Ich‘. Zu Zeiten als Software, Hardware und Wetware auf immer komplexere Weise miteinander verschmelzen stellen sich neue ethische, soziale, politische, spirituelle und kulturelle Fragen im Zusammenhang mit Maschinen, die in immer mehr Bereichen Tätigkeiten übernehmen. Warum lässt sich die Menschheit auf das Abenteuer der künstlich erschaffenen Intelligenz ein, wo doch die Konsequenzen kaum absehbar sind? Wie gehen wir und Kunstschaffende mit der Aussicht um, dass Maschinen sich anschicken, sich in die Reihen der denkenden Entitäten zu stellen?

„Bio Art“, Humboldt-Universität zu Berlin [D]
VL, 533615
Ort: HS 3075
Zeit: Do, 12.15 – 13.45 Uhr
BA 2014: Modul V: Moderne und Gegenwart, Modul X: Spezialisierung //
MA 2014: Modul I: Räume, Objekte, Bilder

Nachdem die Medienkunst vornehmlich Schaltkreise auf elektronischen Platinen und auf Siliziumbasis baute, bewegt sich die Bio Art (biologische Kunst) in Richtung Kreisläufe auf Kohlenstoffbasis und tauscht nicht selten Drähte gegen Schläuche, Wiederstände gegen Inkubatoren etc. Kunstschaffende in diesem Bereich arbeiten mit lebendem Gewebe und Hormonen, sie züchten Bakterien und andere Mikroorganismen in Petrischalen, involvieren Pflanzen und größere Tiere in ihre Projekte. Sie nutzen die neuesten Gentechnologien um hybride Formen quer über die existierenden Gattungen zu schaffen, fluoreszierende Proteine einzuschleusen, zu klonen, die Verlässlichkeit von genetischen Fingerabdrücken zu hinterfragen. Auf diese Weise werfen sie vor allem ethische Fragen in einem Bereich auf, der von den Naturwissenschaften, der Medizin und nun auch der Kunst gerade erst als gestalterisches Feld entdeckt worden ist. Während der Wunsch, das eigene Konstrukt zu verlebendigen seit Pygmalion einen Topos der Kunst(geschichte) darstellt, beginnt das Zeitalter der Genmanipulation erst in den 1960er Jahren. Lange vorher freilich war das Gestalten von Lebensformen mittels Züchtungen bereits möglich gewesen. Die Vorlesung befasst sich mit Werken der Bio Art, stellt den Versuch an, sie von verwandten Unternehmungen wie Gartenkunst und künstliches Leben abzugrenzen und setzt sich mit den in diesem Bereich angesprochenen Themen (Individualität, Ethik, künstliche Evolution, symbiotische Lebensgemeinschaften, Hygiene, Überlebenssicherung, Post-Human, Bio-Hacking, Reflexion der Biotechnologien etc.) auseinander. Zu den Kunstschaffenden zählen: Adam Brown, Joe Davis, Anna Dumitriu, Gilberto Esparza, Edoardo Kac, Marta De Menezes, Ken Rinaldo, Stelarc, SymboticA (Oron Catts & Ionat Zurr) uvm.
Literatur:
Ars Electronica 1999: Gail Wight „Spike“, Eduardo Kac „The Genesis“, Ausst.Kat. O.K. Center for Contemporary Art, Linz 1999.
Hauser, Jens: Biotechnologie als Medialität. Strategien organischer Medienkunst, Bochum 2014.
Kac, Eduardo (Hrsg.): Signs of life. Bio art and beyond, MIT Press: Cambridge MA 2007.
Mitchell, Robert: Bioart and the vitality of media, Seattle [u.a.], 2010.
Myers, William: Bio art. Altered realities, London 2015.
Radomska, Marietta: Machinic Assemblages of the Non/Living. Bioart and Uncontainable Life, Linköping 2015.
Reichle, Ingeborg: Kunst aus dem Labor. Zum Verhältnis von Kunst und Wissenschaft im Zeitalter der Technoscience, Springer: Wien/New York 2005.
Hacketeria.org: https://www.hackteria.org/

„Theorien des digitalen Bildes“, Humboldt-Universität zu Berlin [D]
SE, 533649
Ort: 3.30
Zeit: Do, 16.15 – 17.45 Uhr
MA 2014: Modul III: Bildgeschichte und Bildtheorie

Wenn man sich die Schriften anschaut, die sich explizit mit dem „digitalen Bild“ beschäftigen – das Explizite betone ich, weil damit oft ein ontologischer Zug, also ein Zug der Wesensbestimmung einhergeht, so fällt zuallererst sein prekärer Status auf: Das digitale Bild kennzeichnet sich durch Manipulierbarkeit und Fälschbarkeit, es habe keine Materialität, Referenz, Indexikalität, Eigentlichkeit und Möglichkeit zur Selbstreflexion etc. Andere Positionen hingegen zweifeln den Innovationsgehalt an: Pixelbilder habe es immer schon gegeben. Schließlich fehlen auch nicht Stimmen, die konstatieren das digitale Bild gebe es gar nicht. Das Lektüreseminar befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung dieser Ansätze. Es ist beispielsweise dringend angeraten zwischen dem zu unterscheiden, was man mit digitalen Bildern tun könnte und dem was Kunstschaffende effektiv produzieren. Der Kurs führt in zentrale Begrifflichkeiten (Daten, Code, Reaktivität, Interaktivität , Spielbarkeit, Vernetzung, Ubiquität, Simultaneität mit den damit zusammenhängenden Implikationen, Konnotationen und Utopien/Dystopien, digital born vs. digitalisiert) ein und hilft Phänomene präzise zu fassen. Einen Schwerpunkt wird der Vergleich mit Aufzeichnungsmedien (Foto, Film) vor und nach der digitalen Wende darstellen, wo sich genügend Beispiele in der Populärkultur finden lassen. Was passiert mit den Wahrheitsansprüchen, die oft an die analoge Fotografie herangetragen wurde und wird, sobald die Aufnahmen über rein digitale Verfahren entstehen? Die Grenzen zwischen Produktion und Postproduktion verschwimmen in der Filmbranche. Weitere Texte befassen sich mit der frühen Computergrafik, der Netzkunst und mit Computerspielen.

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2017

Agnes – Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2017

Zwischen Siebdruck und Skyart. Steve Poleskie – eine tentative Monographie
(Teil 2)

Praxisorientierte Lehrveranstaltung, Do 14.15 – 15.45  u. n. Absprache, GEO 47, 3.16

Im Laufe seiner Karriere erfindet sich der amerikanische Künstler Steve Poleskie immer wieder neu: Beginnend mit gegenständlicher Malerei wechselt er bald zu abstrakt-landschaftlichen Drucken, zu Himmelsperformances mit Stuntflugzeugen, Grafikdesign, Collagen aus der Luftperspektive, Stilllebenfotografie, Romanen und phantastisch-surrealen Kurzgeschichten. Zudem spielte er als Gründer und Betreiber von Chiron Press, der ersten Siebdruckwerkstatt in New York, eine maßgebende Rolle für die dort aufkommende Pop Art Szene: Warhol, Lichtenstein und viele mehr gehen bei ihm ein und aus. Sein vielfältiges Werk, mit dem er sich teilweise als Pionier hervortat (er wird zu einem der wichtigsten Vertreter der Sky Art), ist bislang nicht zusammengetragen bzw. in eine kohärente Form gebracht worden.

Ziel dieser praxisorientierten Lehrveranstaltung ist das Gestalten einer Künstlermonographie, deren Präsentation an der Langen Nacht der Wissenschaften und – nach Möglichkeit – deren Publikation. Im ersten Semester wurde ein Konzept erarbeitet, um übergreifende thematische Fäden aus dem Künstlerwerk in die formale Gestaltung des Buches einfließen zu lassen. In diesem zweiten Semester der LV werden neu dazukommende Studierende willkommen geheißen, die sowohl mit in die Druckereiwerkstatt (in Kollaboration mit Ulrike Koloska) kommen, um das Buch als Objekt mitzugestalten als auch ein Interesse daran haben, selbständig ein Thema bzw. einen Werkabschnitt des Künstlers als Kapitel zu erarbeiten und als Aufsatz auszuformulieren. Alle verfügbaren Materialien (Werkdokumentation, Presseartikel etc.) werden bereitgestellt. Im Unterschied zu einer Hausarbeit ist dieses Schreiben ergebnis- und qualitätsorientiert insofern, als eine intensive Begleitung und Betreuung der Aufsätze gewährleistet wird, um sie möglichst zur Publikationsreife zu bringen. Somit ist dies als eine echte Forschungsarbeit ausgelegt.

Bewegungsdarstellungen nach Marey und Muybridge

Seminar, Di 10.15 – 11.45 Uhr, GEO 47,  3.42

Der französische Physiologe Étienne-Jules Marey und der britische Fotograf Eadweard Muybridge teilen sich nicht nur die Lebensdaten (1830-1904), sondern auch einen Erfindungsgeist, der sie als Pioniere des Films in die Geschichte eingehen ließ. Unabhängig voneinander tüftelten sie in den 1870er Jahren diverse Apparaturen und Anordnungen aus, um Bewegungsabläufe von Mensch und Tier fotografisch bzw. kinematographisch aufzuzeichnen. Sie legten umfangreiche Versuchsreihen an und publizierten Kompendien, die dazu dienten, systematisch mehr Licht in die Lokomotion zu bringen. Beispielsweise herrschte bis anhin Unklarheit und Uneinigkeit darüber, ob ein Pferd im Galopp zu einem Zeitpunkt alle vier Hufe zugleich in der Luft hat oder nicht. Dieses Rätsel konnte mit ihren Aufnahmedispositiven, die von der Aufnahmefrequenz bereits an Hochgeschwindigkeitskameras heranreichten, gelöst werden. Diese Erkenntnis beeinflusste vor allem HistorienmalerInnen. Die Arbeiten von  Marey und Muybridge hatten darüber hinaus aber eine weit größere Strahlkraft in die Avantgarde hinein.

Im ersten Teil des Seminars werden diese beiden zentralen Positionen und verwandte Ansätze in ihren Ähnlichkeiten und Differenzen diskutiert. Im zweiten Teil ist zu erörtern, wie Kunstschaffende und ArchitektInnen ihre ikonische Bildsprache rezipiert, abgewandelt und in Kontexte gesetzt haben. Zu den hier zu diskutierenden Positionen zählen u.a. Marcel Duchamp, Max Ernst, Imre Makovecz, NOX und Herbert W. Franke.

Medienkunst

Vorlesung, Mi 16.15 – 17.45 Uhr, UL 6, 3075

Der Begriff der ‚Medienkunst‘ ist umstritten, da das Argument nicht von der Hand zu weisen ist, dass keine Kunst je ohne Medium auskam. Auch der Zusatz ’neu‘ hilft nicht zwingend eine befriedigende Lösung herbeizuführen, und zwar zunächst aufgrund der Kontingenz durch ‚Veraltung‘, dann aber auch, weil manche die neuen Medien mit Fotografie und Film beginnen lassen, andere mit den elektronischen Ausdrucksformen wie Video und manche legen den Computer als Basis zugrunde. Diese Überblicksvorlesung setzt den Startpunkt dort an, wo das Video multimedial oder ins Skulpturale hinein erweitert wird. Ziel ist es, erstens zentrale Konzepte (Reaktivität, Interaktivität, Immersion, Telematik, Vernetzung etc.) zu erläutern und an Beispielen zu aufzuzeigen. Zweitens werden die diversen Genres (Videoskulptur, Internetkunst, künstlerische Spiele, Robotik, ASCII Art, generative Kunst, Softwarekunst, Hacktivismus, Glitch art, Kunst in sozialen Online-Netzwerken, Virtual und Augmented Reality-Kunst etc.), die sich im Rahmen der Medienkunst über die letzten 60 Jahre ausgeprägt haben erläutert, historisch hergeleitet, sowie anhand von prominenten Werkbeispielen oder VertreterInnen präsentiert. Drittens bietet die Vorstellung maßgeblicher theoretischer Positionen die Beleuchtung der konzeptuellen Implikationen und rundet diese historische wie systematische Einführung in die elektronischen bildenden Künste ab.

Kolloquium für BA, MA und PhD

Di 16.15 – 18.45 Uhr, GEO 47, 3.42

In dieser Lehrveranstaltung sind Studierende und ihre Themen willkommen, die eine Abschlussarbeit schreiben möchten.

 

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2016/17

Agnes – Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2016/17

Unterirdisch – Oberirdisch – Außerirdisch. Urbanistische Visionen seit Mitte des 20. Jh.
Seminar

Die Architektur kennt seit jeher ambitionierte konzeptuelle Stadtplanungen, die nicht (oder nicht in vollem Umfang) umgesetzt wurden, die aber dennoch viel von den dahintersteckenden lokal- oder geopolitischen Bedürfnissen und ästhetisch-gesellschaftlichen Visionen verraten. Dazu zählen beispielsweise die situationistische Projekte, der wohltemperierte „Geodesic NYC Dome“ von Buckminster Fuller, das atombombensichere New York von Oscar Newman, die mobile „Instant City“ von Archigram, das geometrische „Monumento Continuo“ von Superstudio, die Luftarchitektur von Yves Klein und Werner Ruhnau, die pneumatischen „Cloud Cities“ von Tomás Saraceno, die ringförmige Weltraumkolonie von Gerard K. O’Neill, die „Chemical Architecture“ von William Katavolos, und viele zeitgenössische parametrisch-biomorph gewachsene Ökostädte inklusive nachhaltiger vertikaler Landwirtschaft. Exemplarisch ausgewählte Entwürfe werden in ihren Kontexten und Anliegen analysiert und miteinander verglichen. Darüber hinaus wird untersucht, wie Utopien, Dystopien, Visionen und Zukünfte jeweils dargestellt und gerahmt werden. Was kann man über die verwendeten Rendering-Techniken – diese reichen von farbprächtigen Handzeichnungen zu offensichtlichen Montagen bis hin zu fotorealistischen Computergrafiken, die suggerieren, dass die Anlage tatsächlich bereits existiert – herausfinden? Wie schaut in den einzelnen Fällen die Rhetorik der Zukunft in der Städteplanung aus?

 

Nouvelle Tendance – Technologie und Experiment in der Kunst der 1960er/ 70er Jahre
Vorlesung

Nouvelle Tendance (auch Neue Tendenzen, Nove Tendencije) bezeichnet eine neo-avantgardistische künstlerische Bewegung zur Zeit des Kalten Krieges, die in den beginnenden 1960er Jahren mit einer Serie von Ausstellungen und Symposien in Zagreb in Erscheinung tritt. Dieser internationalen Bewegung gehören etliche, diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs meist politisch links angesiedelte Gruppierungen an, die häufig das Kollektiv betonen und die Idee eines Künstlergenies ablehnen. Dazu zählen beispielsweise ZERO, GRAV, gruppo N, gruppo T, groep Nul, Dviženije und Gutai. Man verbindet mit ihnen die konkrete Kunst, kinetische Kunst, Op Art, sowie die beginnende Computerkunst. Der Einbezug und die Aktivierung des Publikums in interaktiven Environments werden als zentrale Aufgaben angesehen. Es ist eine Kunst gefragt, die möglichst objektivierbar Experimente rund um die Wahrnehmung unterbreitet und sich frei von subjektivem Ausdruck hält. Daher richten sie sich tendenziell gegen den um die Mitte des 20. Jahrhunderts präsenten abstrakten Expressionismus und die nachfolgende Konzeptkunst. Den theoretischen Rahmen bilden sowohl Wahrnehmungslehren (Rudolf Arnheim etc.), als auch Spielarten der Informationsästhetik (Abraham Moles, Max Bense etc.).  Die Vorlesung gibt sowohl einen historischen Überblick über die Entwicklung der Nouvelle Tendance (1961-1978) als auch eine Vertiefung über die Theoriefundamente und Ausdrucksformate der Bewegungen.

 

Zwischen Siebdruck und Skyart. Steve Poleskie – eine tentative Monographie (Teil 1)
Praxisorientierte Lehrveranstaltung

Der amerikanische Künstler Steve Poleskie (geb. 1938) ist eine schillernde Persönlichkeit, über die bislang nur sehr verstreut einzelne  Artikel verfasst wurden, die darüber hinaus auch nicht alle Werkabschnitte behandeln. Dieses projektbezogene Seminar tut so – frei nach Hans Vaihinger – „als ob“ am Ende der über zwei Semester laufenden Lehrveranstaltung eine Monographie zu Poleskie publiziert werden würde.

Im Laufe seiner Karriere erfindet sich Poleskie immer wieder neu: Beginnend mit gegenständlicher Malerei wechselt er bald zu abstrakt-landschaftlichen Drucken, zu Himmelsperformances mit Stuntflugzeugen, Grafikdesign, Collagen aus der Luftperspektive, Stilllebenfotografie, Romanen und phantastisch-surrealen Kurzgeschichten. Zudem spielte er als Gründer und Betreiber von Chiron Press, der ersten Siebdruckwerkstatt in New York, eine massgebende Rolle für die dort aufkommende Pop Art Szene. Warhol, Lichtenstein und viele mehr gehen bei ihm ein und aus.

Für das Seminar öffnet der Künstler sein reichhaltiges, völlig unbearbeitetes Archiv (Werke wie Dokumentationen) und stellt sich darüber hinaus für Interviews zur Verfügung. Die Studierenden analysieren in einem ersten Schritt den Aufbau verschiedener Künstlermonographien und entscheiden dann gemeinsam mit der Dozentin über die gewünschte und dem Material angemessene Form. Sodann geht es darum, das Material vertieft zu sichten, zu ordnen, zu transkribieren, Lücken zu finden und zu füllen, größere kunsthistorische und kulturelle Zusammenhänge einzubinden  und daraus einzelne „Kapitel“ zu entwickeln. Diese Themenbestimmung bildet das Ziel des ersten Semesters der LV. In Teil 2 der LV im Sommersemester werden Bild- und Textmaterial so erarbeitet und aufbereitet, dass es in Buchform erscheinen könnte.

 

Kolloquium für BA, MA und PhD

Operative Images    

PhD course

Course dates: 1 – 3 March 2017

Venue: Berlin, Humboldt University, Department of Art and Visual History

There is much talk these days about images being performative and endowed with some kind of agency. Increasingly one is reminded that images do things. But how are we to make sense of this “doing”? Digital technologies seem to have brought along a wide range of new image practices where images take on new and more active roles, as exemplified by automated warheads, military drones, surveillance cameras, scientific and medical image-guided operations, computer games, and practices involving location-based applications like Google Street View and Pokémon Go. In these cases images do not represent reality as much as they form part of an operation; they do not present the visible as much as they guide and instruct vision and action.

Recent developments in image theory question the assumptions underpinning established representational accounts of images and seek to rethink images in dynamic and relational terms. This is the case when theorist of visual culture W.J.T. Mitchell asks “what do pictures want?,” when New Materialists speculate about the nonhuman agency of images, and when game studies scholars elaborate on image-related interactivity. The conviction that images have power is anything but new, as reflected in magical and religious traditions as well as various kinds of image prohibitions (both religious and secular) – a recent example of which is the call initiated by Le Monde and other French news channels in the aftermath of the 2016 Nice terrorist attack to avoid publishing the names and photos of terrorists. However, this example seems to address a different kind of agency than, say, the kind referred to by a 1964 article on Op Art stating that these were “pictures that attack the eye.” Are artistic images encapsulated in the white cube endowed with the same kind of agency as images used in utilitarian practices? If not, how do we distinguish between types of agency?

This PhD course explores operative images, their practices and ideas, cultural contexts, historical genealogies, and radius of action. When, where and how do images become operative?

Keynote lectures

– Horst Bredekamp (Humboldt University of Berlin)

– Adrian MacKenzie (Lancaster University)

– Martina Merz (University of Klagenfurt/Vienna)

If you would like to discuss your topic with us, please send a proposal of maximum one page to Andrea Voelker: operative.images.culture@hu-berlin.de

Deadline: 2 January 2017

ECTS: 3

Organizers

– Inge Hinterwaldner (Humboldt University of Berlin): hinterwaldner@hu-berlin.de

– Aud Sissel Hoel (Norwegian University of Science and Technology):       aud.sissel.hoel@ntnu.no

– Jacob Wamberg (Aarhus University): kunjw@cc.au.dk

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