Zur Person

Prof. Dr. Kai Kappel

Zur Person

Kai Kappel ist seit 2012 Professor für Kunstgeschichte am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin (Professur für Geschichte der Architektur und des Städtebaus) und seit 2016 Prodekan für Lehre und Studium der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität.

Er ist Mitglied der Mittelalterkommission der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und leitet gemeinsam mit Prof. Horst Bredekamp und Prof. Claudia Rückert das Adolph-Goldschmidt-Zentrum zur Erforschung der romanischen Skulptur.

Schwerpunkte seiner Lehre sind die Architekturgeschichte des Mittelalters und des 19.-21. Jahrhunderts, vor allem in Mitteleuropa und Italien; seit 2018 auch die transkulturellen Austauschprozesse zwischen Japan und Europa/Amerika im 20. Jahrhundert.

Im Zentrum seiner Forschungen stehen das mittelalterliche Italien, insbesondere das normannische und staufische Süditalien; die Rezeption des Mittelalters in der Moderne einschließlich der bildmedialen Aspekte; die Pluralität der Architekturmoderne (neben der Avantgarde auch Reformbaukunst und Traditionalismus, Expressionismus und die Nachkriegsmoderne); die beiden Weltkriege und die NS-Verbrechen in der europäischen und globalen Gedenkkultur sowie Architektenreisen in der Moderne nach Italien und von/nach Japan. In Vorbereitung befindliche Forschungsprojekte handeln von den Sommerresidenzen des 13. Jh.s  in Süditalien sowie von der Verflechtungsgeschichte zwischen Japan und der „westlichen“ Moderne zwischen 1900 und 1939.

Curriculum Vitae

Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Mittleren und Neueren Geschichte an den Universitäten Mainz, Heidelberg und Bonn. Promotion 1993 an der Universität Mainz mit der Arbeit „S. Nicola in Bari und seine architektonische Nachfolge. Ein Bautypus des 11.-17. Jahrhunderts in Unteritalien und Dalmatien“.

1993-1999 Mitarbeit im Forschungsprojekt des Kunsthistorischen Instituts in Florenz: „Die Kirchen von Siena“ (Band 3.1-3: Der Dom S. Maria Assunta. Architektur). 1993-2005 Wiss. Angestellter und Wiss. Assistent am Institut für Kunstgeschichte der Universität Mainz (2001-2004 Beurlaubung und Förderung durch ein DFG-Forschungsstipendium). 2006 Habilitation in Mainz mit der Arbeit „Memento 1945? Kirchenbau aus Kriegsruinen und Trümmersteinen in den Westzonen und in der Bundesrepublik Deutschland“.

2006-07 und 2008-10 Lehraufträge für Kunstgeschichte an den Universitäten Berlin (HU und TU), Dresden, Mainz, München (LMU) und Regensburg. 2007-08 und 2010-12 Lehrstuhlvertretungen an den Instituten für Kunstgeschichte der Universität Mainz und der LMU München. Seit März 2012 Professor für Geschichte der Architektur und des Städtebaus an der Humboldt-Universität zu Berlin.