Architekturbild im Dia

Architekturbild – Architektur und Städtebau im Dia der 1990er Jahre

Kunsthaus Bregenz, P. Zumthor. Foto: Nikolaus Bernau 1998 (CC BY NC)

Eingang des Kunsthauses Bregenz, 1998 (Foto: Nikolaus Bernau)

Digitalisierungs- und Erschließungsprojekt der Mediathek, Laufzeit 1.1.2019 – 31.12.2019. Projektleitung Dr. Georg Schelbert

Im Anschluss an das Erschließungsprojekt zur Denkmalbilder – Sammlung Feist und unter Verwendung der dort entwickelten Verfahren und Workflows digitalisiert und erschließt die Mediathek im Jahr 2019 mehrere Bestände mit Aufnahmen zu Architektur, Städtebau sowie Museums- und Ausstellungswesen.

Die zu bearbeitenden Bestände

Die zu bearbeitenden Bestände entstanden in der Zeit von den späten 1980er bis zu den frühen 2000er Jahren und reichen damit bis an das zeitliche Ende der Kleinbilddiafotografie als Standardtechnologie.

Die Diasammlung Bernau deckt mit ca. 12.000 Diapositiven architekturhistorische- und städtebauliche Themen in ganz Europa ab. Insbesondere dokumentiert sie städtebauliche und architektonische Brennpunkte, darunter auch die Museumsplanungen in Berlin seit der Wiedervereinigung.
Die Diasammlung Kappel umfasst ca. 3.500 Diapositive, die in den 1980er und 1990er Jahren auf Fachexkursionen und Forschungsaufenthalten, etwa zur romanischen Architektur in Süditalien entstanden, aber auch zur mitteleuropäischen Architektur des 20. Jahrhunderts.
Die Diasammlung Schelbert enthält in einer Auswahl von ca. 4.500 Diapositiven Schwerpunkte zur Architektur des Mittelalters und der frühen Neuzeit in Rom und Italien, Barockarchitektur in Süddeutschland und Österreich.

Das “Loch” des späten 20. Jahrhunderts im Bildbestand des Internets

Die Bilder dieser Sammlungen stammen aus einem Zeitraum, in der die große Welle der Digitalfotografie noch nicht einsetzte und aus dem daher vergleichsweise wenig Bildmaterial digital und online verfügbar ist. Das Internet der Bilder weist hier große Lücken auf, mehr auch als für frühere Zeiten, deren Materialien bereits intensiver digitalisiert werden. Einen zusätzlichen Wert erhalten die Bilder dieser Sammmlungen, da sie in vielen Fällen besondere Situationen und Sachverhalte zeigen, die in Zusammenhang mit Recherchen und Forschungen der Fotografen standen. Als Beispiel seien Aufnahmen von städtebaulichen Umbruchssituationen oder von Bau- und Restaurierungsmaßnahmen genannt. Auch wenn die Aufnahmequalität inzwischen von Digitalfotografien übertroffen wird, ist der historische Status nicht von Neuaufnahmen zu ersetzen.

Vorgehensweise

Wie bereits bei dem Vorgängerprojekt wird zunächst gesamte Vorderseite der Dias abfotografiert um auch die Beschriftungen und sonstige Merkmale des Dias zu erfassen. Anschließend erfolgt parallel eine weitere hochauflösende Digitalisierung und die Erschließung in einer Datenbank. Hierfür wird das Medienrepositorium der HU verwendet, mit dem die Bilddaten und Metadaten dann auch online zur Verfügung gestellt werden.

Organisation

Projektlaufzeit 1.1.2019 – 31.12.2019.
Projektleitung: Dr. Georg Schelbert
MitarbeiterInnen: Eva Dalvai, Peter Meier, Alina Pilz, Vivian Schlosser.
Mit Unterstützung durch Simon Kwauka, IT-Adminstration des IKB
Kontakt: georg.schelbert@hu-berlin.de

Weitere Informationen auf den Projektseiten im Wiki der Mediathek

Förderungdigis

Senatskanzlei_KA_flach


Vorgängerprojekt: Denkmalbilder – Das Diaarchiv des Berliner Universitätsprofessors und Akademiemitglieds Peter H. Feist