Internationales Doktorandenforum

Internationales Doktorandenforum Kunstgeschichte des östlichen Europas / International Forum for Doctoral Candidates in East European Art History

 

Aktuell

VI. Internationales Doktorandenforum 2019

 

Die Kunstgeschichte des östlichen Europas erfreut sich eines wachsenden wissenschaftlichen Interesses. Gleichwohl stellt sie nach wie vor ein Randgebiet kunstgeschichtlicher Forschung dar. Dementsprechend gibt es für interessierte Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen nur wenige Anlaufstellen, die einen Raum für die Diskussion von mit diesem Fachgebiet spezifisch verbundenen Fragestellungen bieten.
Mit dem ersten Doktorandenforum Kunstgeschichte des östlichen Europas im Mai 2014 haben wir ein solches Forum initiiert, das fortan jährlich stattfinden und kontinuierlich Gelegenheit und Raum bieten soll, zu inhaltlichen, methodischen und praktischen Problemen der Dissertation in einen Gedanken- und Erfahrungsaustausch zu treten, Kontakte zu knüpfen und Kompetenzen zu vernetzen.

East European art history has recently been enjoying a surge of academic interest, however, within art historical research it remains a marginal area. Accordingly, there are only few suitable platforms for young academics to discuss issues focusing on this subject area.
With the first International Forum for doctoral candidates of art history of Eastern Europe in May 2014 we have initiated such a forum which will be established as an annual event, with the aim to give a regular opportunity to discuss conceptual, methodical and practical problems regarding dissertations, to network, and to share competences.

 

Gedanken und Reflektionen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der vergangenen Foren

 

„Das Doktorandenforum ist für mich aufgrund des ausgeprägten integrativen Charakters attraktiv. Es ist ein bemerkenswerter Ort, wo sich alle, die sich mit einer Dissertation zur Kunstgeschichte des östlichen Europas beschäftigen, unabhängig von ihren jeweiligen theoretischen und methodischen Zugängen austauschen können. Es gibt einem das Gefühl, zu einem größeren Projekt dazuzugehören. Das wissen Doktorandinnen und Doktoranden, die meist allein oder im Kontext von befristeten Forschungsprojekten arbeiten, zu schätzen. Die Vielfalt der vorgestellten Projekte öffnet den Horizont und hilft, die Bedeutung des eigenen Projekts besser zu verorten.“

Marina Gerber
Dissertation (Universität der Künste, Berlin): Empty Action:
Labour and Free Time in the Art of Collective Actions

 

 

„Eine Kollegin leitete mir 2017 die Ankündigung des IV. Doktorandenforum zur Kunstgeschichte des östlichen Europas weiter. Ich war sogleich begeistert, da sich mein Dissertationsprojekt sowohl der Analyse von literarischen Texten als auch von Bildern aus den 1930er Jahren in Polen widmet. Bis dato hatte ich wenig Gelegenheit, mich über die interdisziplinäre (und auch intermediale) Ausrichtung meiner Arbeit zu Gedächtnis- und Zeugenschaftspraktiken in der osteuropäischen Kunstgeschichte auszutauschen. Das Forum erwies sich als eine überaus geeignete Plattform, um mit anderen Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und wertvolle Impulse für meine Arbeit zu erhalten. Seit meiner Teilnahme am Doktorandenforum habe ich intensiv am kunsthistorischen Teil meiner Dissertation weitergearbeitet und befinde mich derzeit in der Abschlussphase meiner Promotion.“

Dominika Herbst
Dissertation (Universität Potsdam): Testimoniale Strategien in den sozialen
literarischen Reportagen und künstlerischen Arbeiten der 1930er Jahre in Polen

 

 

„Ich nahm 2016 am Doktorandenforum teil und war damals die erste Doktorandin aus Estland, die zu einem Referat eingeladen wurde. Das Forum war für mich sehr inspirierend, weil es in seiner spezifischen Art einen Überblick über das aktuelle Forschungsfeld zur Kunstgeschichte des östlichen Europas gibt. Es zeichnen sich Schwerpunktthemen und ‚Schulen‘ ab; Forschungsmethoden können in einen internationalen Vergleich gesetzt werden und Forschungstendenzen werden sichtbar. Mit Interesse beobachtete ich, dass bspw. wenig über die Kunstgeschichte vor dem 19. Jahrhundert gearbeitet wird, hingegen Fragen der Kunstpolitik, der Geschichte des Ausstellungswesens und der Geschichte des Faches Kunstgeschichte aktuell eine große Aufmerksamkeit erfahren. Das Forum eröffnete mir eine Möglichkeit, grundsätzliche Fragen meines Forschungsprojektes vor einem internationalen Auditorium zur Diskussion zu stellen. Das war eine andere Perspektive als mir Seminare an meiner Heimatinstitution oder internationale thematische Konferenzen eröffnen können. Ich habe Kontakte geknüpft, die nicht zuletzt zu neuen Kooperationen führten. Besonders nützlich finde ich die Idee, die Abstracts der Dissertationsprojekte auf der Internetseite des jeweiligen Forums als Archiv zusammenzuführen. Meine Dissertation über die Kunstgeschichtsschreibung und die Konstruktion der Idee eines kulturellen Erbes im 19. und frühen 20. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Estland befindet sich in der Abschlussphase.”

Kristina Jõekalda
Dissertation (Estonian Academy of Arts, Tallinn):
Local and National in the Baltic Heritage Discourse

 

 

“It was in early 2016 when I learned about the Forum. I had just finished my master studies and contacted Prof. Dr. Michaela Marek to ask her to be my supervisor. She found my research proposal interesting and suggested to apply for the Forum, which was organized for the third time. I was invited to hold a presentation. The participation at the Forum provided a great opportunity to introduce my research project and exchange knowledge with other young researchers with akin interests. It was the section of the Forum with the short-presentations, which was the most interesting for me as it gave an extensive overview about the ongoing studies on the Eastern European Art History. Since then, I have been in contact with many participants of the previous Forums; and I am looking forward to being at the Forum this year again.”

Basan Kuberlinov
Dissertation (Friedrich-Schiller-University Jena): The Houses of Soviets:
Soviet Architecture and Socio-political Change of 1920–30s

 

 

„Als ich über den H-Arthist-Newsletter vom Doktorandenforum erfuhr, war es für mich sofort klar, dass ich daran teilnehmen möchte. Denn das Format erlaubte, in einen lang ersehnten Austausch mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern treten zu können, die sich mit der Kunstgeschichte Mittel- und Osteuropas auskennen. Wenn ich mein Dissertationsprojekt auf Tagungen oder Kolloquien vorstellte, die nicht diesen regionalen Fokus hatten, bedeutete das immer, dass ich sehr viel Zeit aufwenden musste, um den historischen, sozialen und politischen Kontext zu erläutern. Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Doktorandenforums konnte ich ein grundlegendes Verständnis und Wissen dieser Kontexte voraussetzen und mich auf die Analyse der Werke bzw. auf die Diskussion des eigentlichen Gegenstandes meines Forschungsprojektes konzentrieren. Es war ein gutes Gefühl und ein wesentlicher Vorteil, direkt in eine spannende und inspirierende Diskussion einsteigen zu können. Ich habe damals, im Mai 2014, das zweite von neun Kapiteln meiner Arbeit vorgestellt und gewann dabei die Zuversicht, dass ich auf einem guten Weg bin. Meine Dissertation schloss ich 2015 ab und vor einem Jahr wurde sie veröffentlicht.“

Seraina Renz
Dissertation (Universität Zürich): Kunst als Entscheidung. Performance- und
Konzeptkunst der 1970er Jahre am Studentischen Kulturzentrum Belgrad

 

 

“If the beginning of May, then Berlin. During the last five years, the International Forum for Doctoral Candidates in East European Art History proved to be so beneficial for my PhD research, that it would be an ‘academic malpractice’ to miss this essential event. First and foremost due to its structure, the Forum provides an opportunity for networking. Besides the full papers, the focal part of the Forum is the panel of short presentations. These introductions make it possible to get to know the research topic as well as the affiliation of several dozens of PhD candidates who are present in the room. Since I am investigating the entire region’s architecture in a macroscopic approach, I am grateful for the chair of East European Art History of Humboldt-Universität zu Berlin for gathering experts of that field from all over Central Europe, the Baltics and the Balkans. It is no exaggeration to state that each year I met at least 3 –4 new fellows who are researching an architect, an edifice or a phenomenon who/which is relevant in terms of my dissertation, letting alone the re-encounters with acquaintances from the previous Forums. Since 2014, the year of the first Forum, I have started many letters with these words: As we discussed in Berlin…

On the other hand, due to the full papers, the actual academic tendencies can be outlined, and it becomes palpable, which are the popular branches and periods of art, which methods are considered useful by the new generation of scholars. Besides, it is always salutary to compare the choice of topics, methods and styles of speech of European and American PhD candidates. To my mind, the Forum is the best possibility to keep under review the discourse on Eastern European art history. That is a pity that it lasts only a single day.”

Dániel Veress
Dissertation (Eötvös Loránd University, Budapest): Architecture as Nation-Building.
Searching for national styles in Hungary and in Europe, 1850s–1925

 

Archiv

V. Internationales Doktorandenforum 2018
Beiträge / Papers 2018

IV. Internationales Doktorandenforum 2017
Beiträge / Papers 2017

III. Internationales Doktorandenforum 2016
Beiträge / Papers 2016

II. Internationales Doktorandenforum 2015
Beiträge / Papers 2015

I. Internationales Doktorandenforum 2014
Beiträge / Papers 2014